Beim Thema Migration steckt eine gehörige Portion Emotion in der Diskussion. Als im Nationalrat am Dienstag der Familiennachzug debattiert wurde, schossen der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner und der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri Giftpfeile hin und her.

Hintergrund des Ärgers: Die SVP ist sauer auf Fluri, weil er ihre Masseneinwanderungs-Initiative mit dem Gegenvorschlag "Inländervorrang light" torpediert habe.

MEI: Das sagt die Staatspolitische Kommission des Nationalrats

MEI: Das sagt die Staatspolitische Kommission des Nationalrats

Bern - 02.09.2016 - Die Staatspolitische Kommission des Nationalrats will die Masseneinwanderungsinitiative der SVP mit einem "Inländervorrang light" umsetzen. Kurt Fluri, FDP-Nationalrat, ist zufrieden mit seiner Lösung und weiss, dass die SVP auf Barrikade gehen wird.

MEI: "Inländervorrang light" - die SVP ist nicht zufrieden

MEI: "Inländervorrang light" - die SVP ist nicht zufrieden

Bern - 02.09.2016 - SVP-Nationalrat Gregor Rutz im Interview.

Ein verärgerter Andreas Glarner sagte in die Kamera von Tele M1: "Der Herr Fluri gehört in die SP rüber, ich glaube, das ist unbestritten."

Und dann setzt Glarner noch einen drauf: "Ich wundere mich über die FDP-Fraktion, die auf ihren Plakaten bürgerliche Postulate drauf stehen hat und dann hier im Rat solche linken Leute mitlaufen lässt."

Kurt Fluri schiesst zurück: "Aufgrund der Migrationspolitik in ein ganz anderes politisches Lager geschossen zu werden, verwundert mich."

Und auch Fluri kann nachdoppeln: "Das zeugt nicht gerade von einem differenzierten Denken."

Man darf auf die nächste Begegnung der beiden gespannt sein. (jk)