Wohlen/Rudolfstetten
Microcars und legendäre Rennwagen: Das Wochenende im Freiamt steht ganz im Zeichen des Motorsports

Mit dem Microcar-Treffen und dem Grand Prix Mutschellen finden am Wochenende im Freiamt gleich zwei traditionelle Motorsport-Anlässe statt. Es werden 150 Kleinstfahrzeuge und 300 erwartet.

Toni Widmer
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Microcars am Start zum GP Mutschellen 2014 – auch am Sonntag werden hier die Räder wieder durchdrehen.

Microcars am Start zum GP Mutschellen 2014 – auch am Sonntag werden hier die Räder wieder durchdrehen.

Man nennt sie auch liebevoll «Knutschkugeln», die drei- und vierrädrigen Kleinstwagen, die nach dem Zweiten Weltkrieg Europa mobil gemacht haben. Ihre Blütezeit haben die meist mit kleinen Einzylinder-Zweitaktern motorisierten Microcars in den 1950er-Jahren erlebt.

Legendär sind besonders die BMW-Isettas sowie Kabinenroller von Messerschmidt und Heinkel. Zum 11. internationalen Microcar-Treffen, das von Freitag bis Sonntag auf dem Bleichi-Areal in Wohlen stattfindet, werden 150 dieser Kleinstfahrzeuge aus ganz Europa erwartet. Neben den bereits erwähnten Modellen sind darunter auch unbekanntere Marken wie etwa der in der Schweiz gebaute Geissmann.

Kleine Stars am Grand Prix

Die Teilnehmer des Treffens präsentieren ihre Fahrzeuge in Wohlen, gehen mit ihnen aber am Freitag und Samstag auch auf zwei längere Ausfahrten durch das Freiamt und die angrenzenden Regionen. Am Sonntag sind sie Teil des Feldes am Grand Prix Mutschellen, der in Rudolfstetten stattfindet.

Diese Veranstaltung, bei der bereits um 8.20 Uhr am Morgen die ersten Fahrzeuge auf die Strecke gehen (letzter Lauf um 16.20 Uhr) ist vergleichbar mit einem rollenden Museum. Zu sehen sind über 300 legendäre Sport- und Rennwagen sowie Motorräder.

Sie repräsentieren über 100 Jahre Automobil- und Rennsportgeschichte. Das Teilnehmerfeld ist vielversprechend. Der GP Mutschellen braucht an seiner 8. Auflage den Vergleich mit ähnlichen Veranstaltungen in ganz Europa keineswegs zu scheuen.

Zu Gast ist – unter anderem – Bergkönig Fredy Amweg mit seinem Eigenbau BMW AW 76 Formel 2. Damit hat er in den 70er- und 80er-Jahren unzählige Bergrennen gewonnen. Zu den Highlights gehören weiter der Sauber C2, von dem Peter Sauber nur zwei Exemplare gebaut hat, der 700 PS starke Pontiac Trans Am von Roger Bolliger, oder Hanspeter Sauters Flügeltüren-Lamborghini Countach. Infos: www.microcars.ch/www.gpmutschellen.ch.