Sins

Meter um Meter im Tagbau: Drohnenbilder zeigen den über 900 Meter langen Umfahrungstunnel

Die Fussgängerüberführung ist erstellt, der Tunnelbau für die Südwestumfahrung von Sins geht planmässig voran und soll bis 2022 abgeschlossen sein.

Die Fussgängerüberführung ist erstellt, der Tunnelbau für die Südwestumfahrung von Sins geht planmässig voran und soll bis 2022 abgeschlossen sein.

88,4 Mio. Franken für einen 912 Meter langen Tunnel, eine 67 Meter lange Brücke beim Bachtal sowie zwei Grosskreisel – das ist die Grossbaustelle für die Südwestumfahrung Sins. Neue Drohnenbilder zeigen, wie es mit dem Projekt vorangeht.

Es ist schon eindrücklich, die Baustelle für die Südwestumfahrung Sins zu beobachten. Noch eindrücklicher ist es, einen Blick von oben darauf zu werfen. Das Jahrhundertbauwerk wird in einem beachtlichen Tempo erstellt, ohne dass der Verkehr durch die Bautätigkeiten massiv eingeschränkt oder behindert würde.

Realisiert werden ein 912 Meter langer Tunnel, eine 67 Meter lange Brücke beim Bachtal sowie zwei Grosskreisel. Die Kosten sind mit 88,4 Mio. Franken veranschlagt, wovon die Gemeinde Sins rund 10 Mio. Franken zu tragen hat. Mit den Bauarbeiten an der Aarauerstrasse wird erst begonnen, wenn der Tunnel – voraussichtlich ab 2022 – in Betrieb ist.

Was jetzt eine gewaltige Baustelle ist, wird später wieder eine Kuhweide sein.

Was jetzt eine gewaltige Baustelle ist, wird später wieder eine Kuhweide sein.

Umfahrung ist seit 40 Jahren ein Thema

Der Spatenstich Mitte September letzten Jahres brachte endlich den Start für eine Entlastung des Dorfes, die schon seit Jahrzehnten gewünscht wird. 25 Jahre nach dem Baubeginn für die neue Reussbrücke als erster Teil der Verkehrssanierung konnte die zweite Etappe in Angriff genommen werden.

Tatsächlich ist die Umfahrung von Sins allerdings seit 40 Jahren ein Thema: Nach der Aufhebung des Bahnübergangs, ein eigentliches Nadelöhr für den individuellen Verkehr, und dem Bau der neun Reussbrücke entstanden am nördlichen und südlichen Dorfrand Kreisel.

Diese Massnahmen reichten aber schnell auch nicht mehr, um den stetig wachsenden Verkehr zu bewältigen. Deshalb wurde 1996 die Südwestumfahrung von Sins im kantonalen Richtplan als Zwischenergebnis aufgenommen. Das Dorfzentrum ist heute mit rund 19'000 Fahrzeugen pro Tag belastet.

Einweihung erfolgt voraussichtlich 2023

Bis 2023 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Im Rahmen der Südwestumfahrung wird auch der Knoten Eichfeld angepasst. Hier ergibt sich eine Anschlusslösung für eine bessere und sicherere Erschliessung des Gewerbegebietes Süd. Die Kosten für den Knoten Eichfeld belaufen sich, inklusive Landerwerb, Beleuchtung, Vermessung und Vermarkung auf rund 515'000 Franken. Für die Gemeinde Sins verbleiben Kosten von 128'000 Franken, weil eine Beitragspflicht für sämtliche Grundstücke in der Gewerbezone Süd besteht. Die entsprechenden Grundeigentümerbeiträge belaufen sich auf 300'000 Franken.

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Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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