Merenschwand
Merenschwand: Wenig private Mitwirkung zum Durchgangsplatz

Die Resonanz auf das Mitwirkungsverfahren zum Durchgangsplatz für Fahrende in Merenschwand ist zumindest von privater Seite offenbar nicht überwältigend. Doch die wenigen Stellungnahmen fliessen in die Botschaft ein.

Eddy Schambron
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Anstösser und Gewerbetreibende haben sich am Mitwirkungsverfahren Durchgangsplatz beteiligt. ES

Anstösser und Gewerbetreibende haben sich am Mitwirkungsverfahren Durchgangsplatz beteiligt. ES

Die Resonanz auf das Mitwirkungsverfahren zum Durchgangsplatz für Fahrende in Merenschwand ist zumindest von privater Seite offenbar nicht überwältigend.

Die privaten Mitwirker beziffert Marco Peyer von der Abteilung Raumentwicklung des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt auf «einige Dutzend».

Petition ist noch nicht vom Tisch

Es seien vor allem Anstösser und die in der Nähe arbeitenden Gewerbetreibenden, welche sich geäussert hätten. Die von Fritz Beck, Präsident der SVP Merenschwand-Benzenschwil, mit einem Komitee lancierte Petition gegen den Durchgangsplatz ist noch nicht auf seinem Tisch gelandet.

Ausstehend sind auch Stellungnahmen der Gemeinden und der Regionalplanungsgruppe. Aber sie haben noch etwas Zeit, obwohl das Mitwirkungsverfahren offiziell am 8. März endete. Die Parteien haben ihre Stellungnahmen abgegeben (AZ vom Dienstag).

Alles wird berücksichtigt

Zwar haben alle «nichts gegen Schweizer Fahrende», aber nur gerade SP und FDP gaben eine positive Stellungnahme zur Richtplananpassung ab. Diese ist für die Realisierung eines Durchgangsplatzes für Schweizer Fahrende nötig.

CVP und SVP sprechen sich dagegen aus, und auch die BDP zeigt sich reserviert. Die Grünen wiederum stören sich daran, dass der Platz «auf gutem Kulturland» geplant ist.

Noch keinen Überblick gibt es über die Haltung der privaten Mitwirkenden. «Wir werden selbstverständlich alle Stellungnahmen würdigen und in die Botschaft einfliessen lassen», sagt Peyer.

Alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Körperschaften des öffentlichen und des privaten Rechts konnten innerhalb der Auflagefrist zur Anpassung des Richtplans Stellung nehmen.

Es wird eng

Der Gemeinderat Merenschwand hatte der Einleitung eines Richtplanverfahrens zugestimmt, um damit die Haltung der Region in Erfahrung zu bringen.

Aufgrund der Ergebnisse der Vernehmlassung, beziehungsweise der Anhörung und Mitwirkung, der kantonalen Beurteilung und einer Interessenabwägung wird das Departement Bau, Verkehr und Umwelt die Anträge an den Grossen Rat formulieren und dem Regierungsrat zur Beschlussfassung vorlegen.

Angesichts der Kräfteverhältnisse im Grossen Rat wird es nach der ablehnenden Haltung von CVP und SVP eng für den Durchgangsplatz.