Neues Buch

Merenschwand erhält ihre Doris zurück: «Nur bei einer Krise muss ich zurück nach Bern»

Unter Freunden und Bekannten: Bundesrätin Doris Leuthard und Autor Werner Vogt an der Vernissage beim Signieren des des Buches «Die Staatsfrau mit Charme und Charisma».

Unter Freunden und Bekannten: Bundesrätin Doris Leuthard und Autor Werner Vogt an der Vernissage beim Signieren des des Buches «Die Staatsfrau mit Charme und Charisma».

Bundesrätin Doris Leuthard ist noch bis Ende Jahr im Amt, hat aber die Schlüssel in Bern abgegeben. An der Vernissage für das erschienene Buch «Die Staatsfrau mit Charme und Charisma» von Werner Vogt zeigt sie sich entspannt.

«Nur bei einer Krise muss ich zurück nach Bern», lacht Doris Leuthard an der Vernissage für das eben im Weltbild-Verlag erschienene Buch «Die Staatsfrau mit Charme und Charisma» von Werner Vogt.

Der Anlass findet im kleinen Rahmen statt. Rund 50 Personen sind ins Säli des Restaurant Huwyler gekommen - ein Anlass unter Freunden und Bekannten. «Die erste Auflage ist verkauft, die zweite geht in Druck», freut sich Verlagschef Lukas Heim. Und meint: «Die Gemeinde Merenschwand erhält Doris zurück.»

Sie habe Bern bereits den Rücken gekehrt, erklärt eine sichtlich entspannte Noch-Bundesrätin. Zu Hause habe sie deshalb «ein Riesenpuff, da hat nicht einmal mehr ein Weihnachtsbaum Platz.» Auf die Frage, was ihr besonders in Erinnerung bleiben werde, erwähnt sie einen Besuch in Afrika und ergänzt: «Mit Barack Obama hatte ich es auch lustig».

Nicht festlegen will sie sich, welche Persönlichkeiten ihr besonders Eindruck gemacht haben. «Der eine fesselt mit seinem Auftritt, der andere mit seiner Ausstrahlung.» Aber es gebe auch «furchtbar arrogante Leute» an der Spitze, etwa einer, «der viel Haarspray braucht.» Besonders stolz ist sie auf das chinesische Freihandelsabkommen und auf die Energiestrategie, der das Volk zugestimmt hat.

«Doris blieb immer Doris»

«Willkommen zurück», freut sich Claudia Dober, Vizeammann von Merenschwand. Doris Leuthard habe Merenschwand nie ganz verlassen, sondern sei immer wieder gerne heimgekommen. Dober kennt die beliebte Merenschwanderin seit Kindsbeinen und betont, dass ihre politische Tätigkeit Glanz nach Merenschwand gebracht habe. «Vor 15 Jahren kannte fast niemand Merenschwand, heute weiss die ganze Schweiz, wo die Gemeinde liegt».

Sie erinnert an die grossen Feiern im Dorf nach der Wahl als Bundesrätin und zweimal als Bundespräsidentin. Besonders beeindruckend sei, dass das Amt Leuthard nicht verändert hat: «Doris blieb immer Doris». Vielleicht turne sie wieder im Turnverein mit, vielleicht kandidiere sie einmal für den Gemeinderat, wir lassen alles offen», sagt Dober unter Gelächter der Anwesenden. Aber zuerst soll sie ankommen und sich Zeit nehmen für alles, was in den letzten Jahren durch die politische Arbeit zu kurz gekommen ist. Konkrete Pläne, bestätigte Leuthard, habe sie noch nicht, «aber ein paar Termine.»

Autor Werner Vogt, der auch eine Biografie über Winston Churchill und Nelson Mandela geschrieben hat, sieht bei Doris Leuthard Parallelen zu diesen Staatsmännern: «eine überragende Schaffenskraft und ein grosses Herz».

Doris Leuthard - Die Staatsfrau mit Charme und Charisma, Werner Vogt, Weltbild-Verlag, 160 Seiten. ISBN-10: 3038127620

Serie über Doris Leuthard. Die Doris-Saga ab 27. Dezember in der AZ!

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1