Wohlen-Bremgarten
Mehrere Bäume zerstören Fahrleitung: Diese Bilder zeigen, warum die Reparatur eine Woche dauert

Aargau Verkehr braucht eine Woche, um die Strecke Wohlen-Bremgarten befahrbar zu machen. Den Grund dafür zeigen Drohnenbilder.

Andrea Weibel
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Das Drohnenbild zeigt: Auf der Linie der S17 zwischen Bremgarten West und dem Erdmannlistein liegen gleich mehrere Bäume.
6 Bilder
Die genaue Anzahl heruntergefallener Bäume könne noch nicht angegeben werden.
Denn es ist noch immer zu gefährlich unter den Bäumen entlang zu gehen.
Bäume auf der BDWM Strecke
Ein von der Drohne aufgenommenes Bild.
Ein von der Drohne aufgenommenes Bild.

Das Drohnenbild zeigt: Auf der Linie der S17 zwischen Bremgarten West und dem Erdmannlistein liegen gleich mehrere Bäume.

zvg/AVA

Es liegt nicht ein Baum auf der Bahnstrecke. Es sind viele. Teilweise fast im Metertakt wurden sie im Wald zwischen Bremgarten und Wohlen vom schweren Schnee niedergedrückt und fielen auf die Fahrleitung der Aargau Verkehr (AVA). Dabei konnten die Verantwortlichen am Montag noch nicht einmal deren genaue Zahl nennen, denn noch immer war es zu gefährlich, unter den Bäumen entlang zu gehen.

«Für uns hat die Sicherheit unserer Mitarbeiter oberste Priorität», verdeutlichte AVA-Mediensprecher Erwin Rosenast auf Anfrage. «Aber wir gehen davon aus, dass wir innert einer Woche wieder zwischen Bremgarten West und Wohlen verkehren können.» Immerhin kann seit Samstagmittag der Bahnersatzbus den Wald durchqueren, auch das war seit Freitagmorgen nicht möglich, da die Hauptstrasse von umgefallenen Bäumen blockiert war.

Erst kommen die Förster, dann die Elektriker

«Von Bremgarten her konnten wir mit einer Drohne feststellen, wie viele Bäume auf der Bremgarter Seite der Strecke liegen», berichtet Rosenast. Als erste waren es die Mitarbeiter des Forstbetriebes Wagenrain, die sich so rasch wie möglich in den Wald vorarbeiten mussten. «Erst, wenn sie die gefallenen Bäume weggeräumt und auch andere Äste und Bäume, die möglicherweise noch fallen könnten, abgeschnitten oder gefällt haben, können unsere Mitarbeiter vom Bahndienst, dem Elektrodienst und externe Experten die Reparatur der Fahrleitung anpacken», so Rosenast. Die Arbeiter des Forstbetriebs Wagenrain und der AVA «arbeiten derzeit fast rund um die Uhr». Er betont: «Ich staune, was sie unter diesen schwierigen Umständen leisten, um den Betrieb bald wieder zu gewährleisten.»

AVA rechnet mit Schaden im sechsstelligen Bereich

Dabei sei noch gar nicht ganz sicher, was alles beschädigt ist. «Was wir sicher wissen, ist, dass drei Masten beschädigt wurden. Wie stark, ist derzeit noch unklar, das muss vor Ort untersucht werden. Ausserdem wurden mehrere Ausleger, also die Teile am Mast, an denen die Fahrleitung aufgehängt ist, abgerissen. Und wir wissen auch noch nicht sicher, ob die Fahrleitung aufgrund der schweren Bäume gerissen ist oder nur niedergedrückt wurde.» Die AVA rechnet allerdings bereits mit einem Schaden im sechsstelligen Bereich.

Wartezeiten, weil Autos auf die Schiene schlitterten

Auf der restlichen Strecke zwischen Bremgarten West und Dietikon konnte die S17 beinahe ohne Zwischenfälle fahrplanmässig verkehren. «Hier hatten wir nur eine Verspätung von 30 Minuten, weil bei der Haltestelle Bremgarten Obertor ein Auto aufgrund des Schnees so in die Nähe der Schienen gerutscht ist, dass der Zug nicht passieren konnte. Es kam aber zu keiner Kollision und es entstand auch kein Schaden», hält Mediensprecher Rosenast fest.

Auf einer anderen Strecke der AVA zwischen Menziken, Aarau und Schöftland kam es zu zwei ähnlichen Situationen, bei denen Autos in Kurven auf die Schienen schlitterten, zwei weitere Autos schlitterten in Barrieren. «Aber auch hier gab es keine Kollisionen mit den Zügen, keinen oder kaum Schaden und lediglich Verspätungen von 20 bis 45 Minuten.»

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