Unterlunkhofen/Zufikon
Mehr Sicherheit für Frösche und Autofahrer

Ein Jahr lang wird die Zugerstrasse saniert. Der Verkehr wird mit einem Lichtsignal geregelt.

Dominic Kobelt
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Vertreter von Behörden, Kanton und Bauunternehmung feierten gestern zusammen den Spatenstich zur Sanierung der Zugerstrasse (im Hintergrund). Dominic Kobelt

Vertreter von Behörden, Kanton und Bauunternehmung feierten gestern zusammen den Spatenstich zur Sanierung der Zugerstrasse (im Hintergrund). Dominic Kobelt

Der Strassenabschnitt zwischen Zufikon und Unterlunkhofen genügen den heutigen Ansprüchen nicht mehr. Die mittlere Breite von 5,7 Metern ist zu schmal, bei Begegnungen zwischen zwei Lastwagen oder Bussen kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Zudem ist der Belag in einem schlechten Zustand und die Strassenentwässerung erfüllt die heutigen gesetzlichen Anforderungen nicht mehr, touchieren doch zwei Grundwasserschutzzonen das Gebiet.

Arbeiten in vier Etappen

In rund einem Jahr soll der knapp einen Kilometer lange Abschnitt auf 6,5 Meter verbreitert werden. Neu wird der Regen über eine Entwässerungsleitung und ein Filtersystem in den Ziegelbach geleitet. «Ein Rückhaltesystem verhindert, dass Öl oder andere Substanzen in die Schutzzone geraten kann, sollte sich ein Verkehrsunfall ereignen», erklärte Projektleiter René Wernli am gestrigen Spatenstich.

Bei dieser Gelegenheit wird für den Ziegelbach ein neuer Durchlass erstellt, der mit seinem grösseren Querschnitt auf ein Hochwasser ausgerichtet ist, wie es statistisch alle 100 Jahre vorkommt.

Selbst die Frösche profitieren vom Projekt: Neu können sie dank sechs Amphibiendurchlässen die Zugerstrasse sicher überqueren.

Die Sanierungsarbeiten sind in vier Phasen unterteilt, wobei die Etappen 1 und 3 sowie 2 und 4 parallel gebaut werden. Die Streckenabschnitte sind zwischen 220 und 260 Meter lang, Nummer 1 befindet sich ausgangs Zufikon, Nummer 4 eingangs Unterlunkhofen. «Wir haben auch die Variante Vollsperrung geprüft. Allerdings gibt es keine geeignete Ausweichroute, besonders für den öffentlichen Verkehr», so Daniel Merz, Bauleiter von Minikus Vogt & Partner. Das gleichzeitige Arbeiten an zwei Standorten sein möglich, weil die Strasse nicht sehr stark befahren sei. Konkret: etwa 5000 bis 6000 Fahrzeuge pro Tag. Der Verkehr wird mittels Lichtsignal im Wechselverkehr über die Baustelle geführt, ab 2016 mit zwei Lichtsignalanlagen hintereinander. Der Radverkehr wird auf den bestehenden Radweg umgeleitet.

Die Arbeiten beginnen am Montag, 5. Oktober, und dauern voraussichtlich bis September 2016. Je nach Wetterverhältnissen kann der Deckbelag noch im Spätherbst 2016 oder im Frühling 2017 eingebracht werden.

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