Zufikon/Unterlunkhofen

Mehr Sicherheit für Autos und Amphibien

Die Zugerstrasse muss erneuert werden.

Die Zugerstrasse muss erneuert werden.

Die Zugerstrasse soll umfassend saniert werden. Nachdem das Projekt von 2003 überarbeitet werden musste, liegt es jetzt neu auf. Der Kanton hofft, im Frühling 2016 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

Die Zugerstrasse muss erneuert werden, so wie sie jetzt ist, genügt sie den Anforderungen in vielerlei Hinsicht nicht mehr. Nicht nur der Belag befindet sich in einem schlechten Zustand, auch die Strassenentwässerung erfüllt die gesetzlichen Vorschriften der Grundwasserzonen nicht mehr. Der Kostenvoranschlag rechnet mit Gesamtkosten von 5,4 Millionen Franken.

Das neue Projekt hat neben kleineren Böschungen und dem überarbeiteten Entwässerungskonzept auch den Vorteil, dass für den Kanton weniger Landerwerb notwendig ist und somit die Landwirte weniger Land abzutreten haben.

Leitplanken statt Dämme

Das Projekt lag bereits 2003 auf, es kam aber zu diversen Einsprachen. Laut Projektleiter Robert Büttel von Minikus Vogt und Partner, passt sich das neue Projekt besser dem Gelände an. Dies hauptsächlich, weil auf die Erdwälle zum Schutz der Grundwasserfassungen verzichtet wurde, wodurch sich im alten Projekt aufgrund der Linienführung höhere Dämme und Böschungen ergaben. Jetzt wird der Schutz der Fassungsbereiche durch Leitplanken sichergestellt. Damit wird die neue Strassenführung nicht mehr ganz so weit Richtung Flachsee verschoben, wie ursprünglich geplant. Nach Stand der momentanen Planung wird die neue Strasse in den beiden Dorfeingängen Zufikon und Unterlunkhofen gleich beginnen, im Mittelteil (im Bereich des Waldes), wird sie rund 2,4 Meter südlich der heutigen Strasse verlaufen.

Sechs Amphibiendurchlässe

Im Grenzbereich der beiden Gemeinden quert der Ziegelbach die Zugerstrasse. Der bestehende Bachdurchlass des Ziegelbachs wird erneuert und tiefer gelegt. Zwei kleinere Wasserläufe werden mittels Dole unter der Fahrbahn durchgeleitet. Im Gegensatz zum Ursprungsprojekt wird der heutige Bachlauf auf der Waldseite so belassen, wie er ist.

Mit der Erneuerung der Zugerstrasse ist somit auch ein «faunagerechter Bachdurchlass» und der Schutz der Grundwasserfassungen Nüeschhau und Gehrenmatte gewährleistet.

Weitere Bauvorhaben sind Anpassungen der landwirtschaftlichen Fahrwege und Amphibienschutzmassnahmen. Sechs Amphibiendurchlässe von insgesamt 57 Meter Länge sind geplant. Das Projekt liegt noch bis zum 10. Juni öffentlich in beiden Gemeinden auf. Der Kanton hofft, im Frühling 2016 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.

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