Die Buttwiler hatten am Wochenende Grund zum Feiern: Nach einer 12-monatigen Bauphase konnte die vergrösserte Schule eingeweiht werden. Die Festbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt und erweckten den Anschein, als hätten sich alle 1000 Dorfbewohner auf dem neuen, kolosseumartigen Pausenplatz versammelt. Schüler umrahmten die Einweihungsfeier musikalisch und besiegelten sie mit dem Aufsteigen von bunten Luftballonen.

Gemeindeammann Stefan Gisler sprach von einem geglückten Projekt mit einem optimalen Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der Bau für 2 Mio. Franken konnte plangemäss noch vor den Sommerferien abgeschlossen werden. «Erfreulicherweise verliefen die Bauarbeiten unfallfrei», betonte Gisler. Wie praktisch jedes Bauvorhaben habe auch die Schulerweiterung zu reden gegeben. Insbesondere die Nutzung der neuen Räume sei kontrovers diskutiert worden.

Mehr Platz zum Lernen

Der westseitige Anbau ans Schulhaus, das aus dem Jahr 1997 stammt, generierte je zwei neue Klassenzimmer und Gruppenräume. Zudem wurde der Mehrzweckraum vergrössert. Die Kombination von Sichtbeton, grünen Farbakzenten, schwarzem Gussboden und den Holzelementen macht die Räumlichkeiten einladend und entspricht einer zeitgemässen Innenausstattung.

Architekt Jean-Claude Wenger spielte in seiner Ansprache auf das Farbkonzept an. Dieses sei letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Darüber hinaus würden viele Faktoren zusammenspielen und zeigen, wie die Erweiterung bei den Schülern und Lehrern dann ankommt. «Das Haus muss noch eingelebt werden, die gute Atmosphäre ist aber jetzt schon spürbar», meinte Wenger. Dem Anbau fiel ein kleiner Teil des Sportplatzes zum Opfer, was jedoch mit einem neuen Spielplatz wettgemacht wurde. «Es ist doch ein gutes Zeichen, wenn die Kinder Schlange stehen, um auf den Turm zu klettern», schmunzelte der Architekt.

Schulleiterin verabschiedet

Schulpflegepräsident Beat Bachmann ist überzeugt, dass Buttwil mit der Schulhauserweiterung ein geeignetes Umfeld fürs Lernen geschaffen hat. «Dank den neuen Räumen entspricht unser Schulhaus dem geforderten Standard.» Die Feierlichkeit wurde genutzt, um Schulleiterin Brigitte Werder in den Ruhestand zu verabschieden. Ihre Nachfolge tritt Susanne Müller an.