Wohlen
Mehr Schüler sind in Sicht – doch Räume fehlen schon jetzt

Die Raumknappheit ist eines der grössten Probleme der Schule, schreibt die Schulleitung im Ergänzungsbericht an den Einwohnerrat.

Andrea Weibel
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Auch beim Halde-Schulhaus werden die Veloständer knapp. aw

Auch beim Halde-Schulhaus werden die Veloständer knapp. aw

Für das Bezirksschulhaus Halde hat der Gemeinderat im Sommer zwei zusätzliche Schulzimmer angemietet. Spätestens zu Beginn des kommenden Schuljahres werden weitere zwei Räume nötig sein, um alle Klassen unterbringen zu können. Und das allein für die Bezirksschule. Nicht anders sieht es in den anderen beiden Schulzentren Junkholz und Bünzmatt aus. «Die Raumkapazität ist in allen Schulzentren mehr als ausgeschöpft», schreiben Schulpflegepräsident Franco Corsiglia und Rolf Stadler, Präsident der Schulleiterkonferenz, in einem Ergänzungsbericht. Dieser soll «die Schule Wohlen heute und morgen» zusammenfassend darstellen und ist vom Einwohnerrat zusätzlich zum Schuljahresbericht gewünscht worden.

Schülerzahl wird steigen

Nebst den in allen Schulzentren anstehenden Sanierungsmassnahmen seien «auch dringende Erweiterungen notwendig», heisst es im dreiseitigen Bericht. Als Hauptgründe dafür nennen Corsiglia und Stadler die Bautätigkeiten in und rund um Wohlen sowie die daraus resultierende absehbare Zunahme von Schülern. Im Bericht wird dies für den Einwohnerrat knapp und ohne viele Zahlen aufgelistet. Die Verfasser stellen in Aussicht, dass entsprechende Abklärungen derzeit «durch die Schulraumplanungskommission sowie durch externe Planungsbüros» getroffen würden.

Auch die Stärkung der Volkshochschule Aargau, die vom Kanton vorangetrieben wird, könnte weiteren Raum fordern. Durch ein Ja bei den Abstimmungen im kommenden März würde neben der Umstellung auf sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufe auch eine Klassengrössenreduktion von 28 auf
25 Schüler festgelegt. «Ein sehr weiser Entscheid, welcher andererseits aber auch wieder zusätzliche räumliche Konsequenzen mit sich bringt», heisst es im Bericht.

Lösung für Tagesstrukturen

In den weiteren Hauptpunkten sind weniger Probleme vermerkt. Die professionell geführte Musikschule wird sehr gelobt. Allerdings müsse das derzeitige Pensum der Musikschulleiterin um 20 Prozent auf insgesamt 60 Prozent aufgestockt werden. Ein entsprechender Bericht und Antrag sei bereits dem Gemeinderat übergeben worden.

Auch punkto Tagesstrukturen hätten sich die Blockzeitenbetreuung, der Mittagstisch sowie die Aufgabenhilfe sehr bewährt, ist zu lesen. Der gemeinnützige Frauenverein sowie der gemeinnützige Ortsverein, die diese bisher angeboten haben, können das Angebot aber nicht mehr weiterführen. Darum werde nun eine vom Gemeinderat bestimmte Arbeitsgruppe nach neuen Lösungen suchen. Es gelte, «bis spätestens zu Beginn des Schuljahres 2012/2013 eine adäquate Gesamtlösung gefunden zu haben».

Schulsozialarbeit wird evaluiert

Auch über den Stand abgeschlossener Themen wurden die Einwohnerräte informiert. Der Schlussbericht zum neuen Informatik-System an den Schulen, das für 1,57 Millionen Franken angeschafft worden ist, liege dem Gemeinderat vor. Ebenso der Evaluationsbericht zu den Blockzeiten, die 2007 eingeführt worden sind. Die Schulsozialarbeit, die seit zweieinhalb Jahren angeboten wird, sei eine «echte Entlastung» für alle Beteiligten. Sie soll im nächsten Schuljahr evaluiert werden.