Zahlreich sind die Wünsche der Dietwiler Kinder: guten Freunde haben, einen Holzturm auf dem Spielplatz, dass alle glücklich sind oder dass die Schule nicht durch Krieg oder Unfrieden zerstört wird. Diese Wünsche wurden bei der Grundsteinlegung für die Schulraumerweiterung in das Fundament einbetoniert.

2,5 Mio. Franken

Im Mai 2011 sprachen die Stimmberechtigten den Planungskredit für die Schulraumerweiterung, ein Jahr später den Kredit von 2,5 Mio. Franken, wie Gemeindeammann Pius Wiss erinnerte. «Nach optimalen Vorbereitungsarbeiten geht es nun darum, die Planung umzusetzen.» Zur Grundsteinlegung, welche den Baubeginn symbolisierte, waren die Schulkinder und zahlreiche Eltern erschienen. Es gab schöne Lieder und einen Apéro.

Ressourcen nutzen

Architekt Yves Siegrist von der Langenegger Architekten AG, Muri, machte darauf aufmerksam, dass die neuen Schul- und Kindergartenräume ohne zusätzlichen Landverschleiss realisiert werden können. Tatsächlich werden die zusätzlich benötigten Räume über dem ehemaligen Feuerwehrlokal gebaut. Die bestehenden Räume im Erdgeschoss werden als Zugang mit Treppe und Lift für die neuen Schulzimmer der Primarschule sowie als Abstellräume umgebaut. Das Büro des Schulhausabwarts wird in die kaum benutzte Garderobe im Erdgeschoss der Mehrzweckanlage verlegt. Der Raum für die Schwimmbadtechnik bleibt bestehen. Im ersten Obergeschoss wird ein neuer Kindergarten mit einer Fläche von rund 170 Quadratmetern erstellt. Der Zugang zum Kindergarten ist über die bereits bestehende Treppe zum Schwimmbad vorgesehen und erfolgt somit getrennt von den älteren Primarschulkindern. Dieser neue Kindergarten ersetzt den bestehenden Kindergarten im Pfrundhaus. Im zweiten Obergeschoss sind zwei neue Klassenzimmer für die Primarschule mit je einer Fläche von rund 80 Quadratmetern, ein Gruppenraum sowie sanitäre Anlagen geplant.

Bisher wurden die notwendigen Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten vorgenommen. Während den Frühlingsferien soll der Aufbau in Holzbauweise mit schweren Maschinen realisiert werden. «Mit dem Aufbau während der Ferien wird der Schulunterricht am wenigstens gestört», unterstrich Siegrist. Danach erfolgt der Ausbau. Die neuen Schulräumlichkeiten sollen nach den Herbstferien bezugsbereit sein.