Wohlen
Mehr Platz für Verbrecher und Beamte auf dem Polizeiposten

Bis im Juli soll der Posten der Kantonspolizei in Wohlen von 250 auf 380 Quadratmeter vergrössert werden. Das Baugesuch dafür liegt jetzt öffentlich auf. Die Umbaukosten werden auf 400000 bis 500000 Franken geschätzt.

Andrea Weibel
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In der Nähe wird bereits gebaut. Einen Kran braucht die Kapo allerdings nicht, um ihr Wohler Büro zu vergrössern. aw

In der Nähe wird bereits gebaut. Einen Kran braucht die Kapo allerdings nicht, um ihr Wohler Büro zu vergrössern. aw

Andrea Weibel

Nur eine Zelle, zu wenig Verhörräume und keine Duschen – das Büro der Kantonspolizei (Kapo) Wohlen, das bei der Migros eingemietet ist, genügt den Ansprüchen nicht mehr. Darum soll es saniert, vor allem aber vergrössert werden.

Gut, dass nebenan gerade ein Arzt umzieht. «Ab April werden die angrenzenden Räume von der Kapo übernommen», sagt Michael Sauer, Projektleiter der Immobilien Aargau.

Dann sollen die beiden Büros zusammengelegt werden. So wird das Büro der Kapo, das heute rund 250 Quadratmeter misst, auf 380 Quadratmeter aufgestockt.

Empfang und gesicherter Bereich

«Ein neues Situationskonzept soll die Arbeitsbedingungen der Polizistinnen und Polizisten verbessern», so Sauer. Der Raum wird entsprechend den neuen Immobilienstandards in zwei Teile unterteilt: den Empfangsbereich sowie den gesicherten Bereich.

«Um Delinquenten oder Zeugen in Empfang zu nehmen, werden drei Einvernahmeräume sowie zwei sogenannte Einstellzellen zur Verfügung stehen, in denen Delinquenten kurzfristig untergebracht werden können.»

Im gesicherten Bereich wird das offene Büro vergrössert. «Mit Stellenleiterbüro, Materialraum, Sitzungsraum und Küche wird abgesehen von den verstärkten Sicherheitsvorkehrungen eine klassische Büroeinteilung vorgenommen», beschreibt der Projektleiter.

«Hinzu kommen ein aufgewerteter Sanitärbereich mit Duschen und Räumen, wo die Polizisten Uniformen und anderes Material unterbringen können. Diese Räume fehlten bisher.»

Kosten: bis 500 000 Franken

Insgesamt soll der Umbau rund 400 000 bis 500 000 Franken kosten. Dies sei aber erst eine grobe Schätzung, so der Fachmann. «Ein Grossteil davon betrifft allerdings nicht den Umbau selbst, sondern die neuen Elektroinstallationen.»

Einerseits soll die EDV auf den neuesten Stand gebracht werden. «Andererseits werden LED-Leuchten eingesetzt. Die Prämisse beim Kanton lautet, dass wann immer möglich auf LED umgestellt werden soll, und hier bietet es sich sicher an.»

Die Kosten werden vom Kanton übernommen. «Die Standortgemeinde oder Institutionen haben keinen Anteil daran», so Michael Sauer. Das Baugesuch liegt ab heute und bis am 27. März bei der Abteilung Planung, Bau und Umwelt der Gemeindeverwaltung Wohlen zur Einsicht auf.

Gibt es keine Einwendungen, soll danach möglichst rasch mit dem Bau begonnen werden. «Spätestens im Mai soll gebaut werden, sodass etwa Ende Juli alles fertig ist», orientiert der Projektleiter. «Die Migros hat die Pläne bereits gutgeheissen.»

Es wird keine Bauprofile geben, da sich äusserlich am Gebäude nichts verändern wird. Die Kantonspolizei Wohlen konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.