Muri
Materialwart: «Das schönste Feuerwehrmagazin im Kanton»

Die Einweihung des neuen Magazins der Stützpunktfeuerwehr Muri+ wurde zum eigentlichen Volksfest. Zahlreiche Gäste aus Muri und den umliegenden Gemeinden hatten der Einladung zum Tag der offenen Tore Folge geleistet.

Hanny Dorer
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Tag der offenen Tore von Muri+
10 Bilder
Der Kommandoraum im neuen Feuerwehrmagazin.
Materialwart Hansruedi Ineichen zeigt die Abfüllstation für Atemschutzflaschen.
Ein Teil der Einstellhalle wurde zur Festwirtschaft umfunktioniert.
Die 280 Solarmodule auf dem Dach produzieren jährlich bis zu 60‘000 Kilowattstunden Strom.
Simulierter Chemieunfall: Unter Atemschutz „retten“ die Feuerwehrleute die kontaminierte Person.
Chemieunfall: Die Kleider der kontaminierten Person werden aufgeschnitten und entfernt, anschliessend wird die Verunfallte dekontaminiert.
Chemieunfall;: Interessiert verfolgen die zahlreichen Zuschauer, wie die Sanitäter die junge Frau weiter betreuen.
Chemieunfall: Eine Schutzdecke schützt die Verunfallte vor der Kälte.
Der Kommentator Jules Pikali (links) erklärt die Arbeit der beiden Feuerwehrleute in den grünen Schutzanzügen.

Tag der offenen Tore von Muri+

Auf begleiteten Rundgängen konnten die Besucher den Neubau besichtigen. Die Einstellhalle, die an diesem Tag teilweise zur Festwirtschaft umfunktioniert wurde, verfügt über elf Bahnen und eine Waschstrasse. «Für das Waschen der Fahrzeuge verwenden wir ausschliesslich Regenwasser», erläuterte Hansruedi Ineichen, der als Materialwart auch für den Unterhalt der Fahrzeuge zuständig ist. Kommandozentrale, diverse Büros, Garderoben, Duschen und ein unterteilbarer Theorieraum sowie Werkstatt, Lager und Atemschutzraum wurden im Detail erklärt. «Es ist das schönste Feuerwehrmagazin im Kanton», erklärte Ineichen stolz. Und das erste in der Schweiz, das den Minergie-Standard grösstenteils erfüllt.

Auf besonderes Interesse, vor allem bei den Kindern, stiess die Rutschstange, die viele aus Filmen kennen. In Muri wird sie zwar nicht gebraucht, «aber sie gehört einfach in ein Feuerwehrmagazin», schmunzelte Kommandant Felix Strebel.

Ergänzt wurde der Rundgang mit einer Modellausstellung von Feuerwehrfahrzeugen und einem eindrücklichen Film von Markus Frei über die Tätigkeit der Feuerwehr.

Anziehungspunkt Drehleiter

Eine besondere Attraktion stellte die Autodrehleiter dar, und nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene benutzten die Gelegenheit, Muri einmal aus luftiger Höhe und die Klosterkirche aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Da nahm man das Schlangestehen gerne in Kauf.

Auf dem Platz vor dem Magazin fanden derweil spannende Vorführungen statt; die Feuerwehrleute zeigten unter anderem, wie sie eine Strassenrettung oder einen Chemieunfall bewältigen. Kommentiert wurde das Geschehen jeweils von Jules Pikali, der jeden Schritt genau erläuterte – zum Beispiel, warum man der Frau, die mit einer giftigen Substanz in Berührung gekommen war, die Kleider nicht einfach auszog, sondern sie mit der Schere aufschnitt.

Am Tag der offenen Tore stellten sich auch die Partnerorganisationen der Feuerwehr vor: An einem Stand präsentierten sich die Kantons- und die Regionalpolizei, der Rettungsdienst war mit einer Ambulanz anwesend und der Zivilschutz und das Regionale Führungsorgan erläuterten ihre Arbeit im Rahmen des Bevölkerungsschutzes.

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