Es war weit mehr als bloss ein Bubenstreich: Im Rohbau des Primarschulhauses Tilia haben unbekannte Täter in der Nacht von Montag, 20. Mai, auf Dienstag, 21. Mai, im Rahmen eines eigentlichen Saubannerzuges massive Schäden angerichtet.

Die Unbekannten sind dabei äusserst hinterhältig vorgegangen. Im Gebäude ist der Innenausbau im Gang, Böden, Wände, Decken und Schränke sind zum Teil bereits montiert. Die Vandalen haben nun Behälter mit Lösungsmitteln und Versiegelungslacken geöffnet und den Inhalt auf Böden, Wänden, Decken und Schränken verschmiert. Die Folgen können unter Umständen zu Verzögerungen im ohnehin schon knappen Bauprogramm führen: «Zurzeit ist noch unklar, ob wir die Schmierereien überall beheben können. Unter Umständen müssen wir bereits verlegte Parkettböden und/oder neue Schränke auswechseln, wenn sie nicht repariert werden können», lässt die Gemeinde Berikon dazu verlauten. Die bisher unbekannten Täter haben weiter auch Zementmörtel angemischt und damit Türen, Wände und den Lift verschmiert.

Kantonspolizei ermittelt

Die Gemeinde Berikon hat Anzeige erstattet und die Kantonspolizei eine Spurensicherung vorgenommen. Die Ermittlungen laufen. Der Gemeinderat bittet die Bevölkerung, allfällige Beobachtungen zu melden, und hat für sachdienliche Hinweise auf die Täterschaft eine Belohnung von 500 Franken ausgesetzt. Das ist in der Gemeinde ein bisher unüblicher Vorgang. Der angerichtete Sachschaden, der auf mehrere Tausend Franken geschätzt wird, rechtfertige aber eine solche Massnahme, heisst es dazu in Berikon.

Polizeibilder vom Mai