Der grösste Christbaum der Schweiz, der Mammutbaum im Pflegipark, fiel vor drei Jahren einem Gewitter zum Opfer. Teile des Baumes sind jetzt aber wieder im Park und machen Kindern und Erwachsenen Freude. Bildhauer Patrick Stacey hat die Stämme mit der Kettensäge zu Spielgeräten umgestaltet. Die Idee und die Planung dazu kamen von Landschaftsarchitekt Felix Naef aus Brugg.

Mehrere Spielmöglichkeiten

«Zuerst fehlte das Geld», führte Naef an der Einweihung des neuen Spielplatzes aus. Aber das änderte sich zwei Jahre später, und seine Idee, den schönen Park mitten in Muri als Spielplatz zu nutzen und zu beleben, konnte verwirklicht werden. Jetzt laden nicht nur die umgestalteten Stämme zum Spielen ein, es gibt auch einen «fliegenden Teppich» aus Holz und weitere Spielmöglichkeiten, deren Holz genauso wie der umgestürzte Mammutbaum im Murimoos unter die Säge kam.

Alte Steine, die vorher ungenutzt herumlagen, wurden von Steinmetz Christian Majolet aus Boswil so bearbeitet, dass sie nun den Kindern Spass bereiten. Naef freute sich, dass der Park durch den Spielplatz «Wildi Wichtel» enorm an Attraktivität gewonnen hat. Vor nicht allzu langer Zeit neu angelegte Wege laden zudem zu kurzen Spaziergängen ein.

Zusätzliche Belebung

An der Eröffnung, an der die kleine Amy Suter nicht nur die Rede hielt, sondern auch das Band durchschnitt, gab es auch ein Familienkarussell und als Gäste die Clowns Olga und Otto. Zudem wurde sie vom Musikensemble Tibikina umrahmt.

«Wir hoffen, dass der neu gestaltete Pflegipark durch den Spielplatz zusätzlich belebt wird», sagte Franz Hold, Präsident des Vereins Pflegi Muri. Das würde zur Strategie der Pflegi passen, sich zu öffnen und die Leute einzuladen, alte Ansichten mit dem Blick in die heutige Anlage zu korrigieren.

Später, so hofft Hold, könne auch noch eine Lärmschutzwand gegen die Aarauerstrasse realisiert werden. Dann wäre dieser Park vollends eine Oase mitten in Muri, und das mit eigenem Restaurant.