Die Anschieberei hat ein Ende. Und auch die pannenbedingten Stopps. Der alte Schulbus des Kinderheims Maison des Anges konnte endlich ausgemustert werden, an seine Stelle ist ein neuer, 19-plätziger Kleinbus getreten. Der Förderverein unter Präsidentin Miranda Bammert-Zahn rief im November zu einer Spendenaktion auf und konnte das Geld bereits Ende Januar überweisen. «Wir freuen uns sehr über dieses grossartige Ergebnis, das wir dank vielen Sympathisanten im Freiamt, die unsere Arbeit regelmässig unterstützen, erzielen konnten», sagt Bammert.

Erster Freiwilligeneinsatz

Vor drei Wochen konnte der Förderverein aus Aettenschwil zudem ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte aufschlagen. Zum ersten Mal schickten sie eine Person vier Monate für die Freiwilligenarbeit ins Kinderheim Maison des Anges in Tabarre, einem Aussenbezirk von Port-au-Prince. Es war eine junge Frau, die in Haiti geboren und in Deutschland aufgewachsen ist. Sie wird die Heimleitung unterstützen und regelmässig mit dem Förderverein in der Schweiz in Kontakt stehen. «Wenn sich das Modell bewährt, kann es sein, dass wir weitere Volunteers nach Haiti senden», so Bammert.

Doch nicht alles ist rosig im Kinderheim. Vor vier Wochen wurde in einem der Schlafzimmer bei zehn von zwölf Kindern eine hochansteckende Lungentuberkulose diagnostiziert. Unbehandelt kann sie zum Tod führen. Nun müssen alle Kinder und das Personal untersucht werden, was 50 US-Dollar pro Person kostet. «Auch diese Situation erfordert wieder unsere finanzielle und logistische Hilfe», sagt die engagierte Aettenschwilerin. (az)