Sarmenstorf

Männer und ihre Forstmaschinen am Sarmenstorfer Forsttag

Vollernter, Hacker, Seilwinden und Drehkabinen in Grossformat – über 100 Forstwarte und Lehrlinge staunten und fachsimpelten am Donnerstag im Forstbetrieb Lindenberg über die vielseitigen Forstfahrzeuge.

Solche Riesen, wie sie von der Firma GVS-Agrar, Schaffhausen, in Sarmenstorf vorgeführt wurden, sieht man nicht alle Tage. «Sie bewegen sich im Preissegment zwischen 60000 und 500000 Franken», sagte Markus Angst, Verkaufsleiter der GVS-Agrar. Ein angehender Forstwart ergänzte: «Also etwa ein Tausender pro Pferdestärke.»

Am Waldtag in Sarmenstorf werden die grössten Forstmaschinen vorgestellt (2)

Am Waldtag in Sarmenstorf werden die grössten Forstmaschinen vorgestellt

Spezialfahrzeuge

Alle zwei Jahre führt die GVS-Agrar einen Forsttag durch, bei dem sie die neueste Forsttechnik vorführt. Die Spezialfahrzeuge schleppen mehrere Baumstämme auf einmal via Seilwinde oder Kranarm aus dem Wald. Die Vollernter nehmen Bäume mit einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern in die Zange, fällen sie mittels integrierter Motorsäge, sägen sie in Stücke und entfernen bei Nadelhölzern die Äste, sodass ein glatter Stamm zu den anderen auf die Beige gelegt werden kann.

Am Waldtag in Sarmenstorf werden die grössten Forstmaschinen vorgestellt

Staunen über die grossen Forstmaschinen

Komfortabel und umweltverträglich

Dabei wird nicht nur auf die blosse Arbeitskraft der Maschinen geachtet, sondern auch auf grösstmöglichen Komfort der Arbeiter sowie auf die Umweltverträglichkeit. «Sämtliche Umweltschutz-Richtlinien werden eingehalten», betonte Eberhard Scheu, Vertriebsleiter der Werner Forst- und Industrietechnik, der eigens für die Vorführung aus Trier angereist war. Durch die neueste Technik verbrauche ein solches Forstfahrzeug lediglich sechs bis acht Liter Treibstoff pro Arbeitsstunde, hielt er fest.

Für Fahrkomfort und sichere Arbeit sorgen Fahrerkabinen, die um 270 Grad drehbar sind. «Ab einer Drehung von 90 Grad stellt die Steuerung automatisch um, sodass der Fahrer nie umdenken muss», so Scheu. «Wir fahren also immer vorwärts, selbst wenn wir rückwärtsfahren.»

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