Die Leidenschaft für die Malerei entdeckte Loredana Wild schon als Kind. Während ihrer Schulzeit waren malen, lesen und Sport ihre Lieblingsbeschäftigungen. Mit den Jahren geriet die Malerei ein wenig in Vergessenheit. Grund dafür waren ein Bürojob, die zusätzliche Karriere als Fitness-Instruktorin und die Familiengründung. Erst als ihre beiden Kinder älter wurden, nahm sich die die Freiämterin wieder für Weiterbildungskurse im Malen.

Beständigkeit trotz Kritik

«Sport ist für den Körper, Büroarbeit für den Kopf und die Kunst für die Seele», sagt Wild. Die Kurse inspirierten sie laufend zu neuen Kunstwerken, neuen Techniken und neuen Stilen. Aber auch die Farben an sich faszinieren die 54-Jährige. «Vor mir ist keine Bildergalerie sicher!», erzählt Wild schmunzelnd. Ihre Familie müsse oft auf sie warten, während sie an Ausstellungen Bild um Bild analysiere. «Wenn mir ein Werk gefällt, überlege ich immer, wie es gemacht wurde und probiere, diese Technik nachzumachen», erklärt sie. Ihre Familie sei dabei ihre grösster Kritiker.

Bei Aufträgen arbeitet Wild eng mit dem Auftraggeber zusammen, um möglichst genau den Geschmack des Kunden zu treffen. Trotzdem will sie sich immer noch mit ihren Bildern identifizieren können. «Ich habe noch nie ein Bild, das mir nicht gefällt, verschenkt oder verkauft. Das werde ich auch nie.» Einen bevorzugten Stil hat die Malerin nicht. Acryl und Mischtechniken verwandelt sie jedoch am liebsten in abstrakte Werke. «Blümchen, Landschaften und Porträts sind einfach nicht mein Ding.» Bei der Frage nach ihrem Lieblingskünstler sinniert Loredana Wild: «Picasso, Dalí, Monet? Kunst ist das, was gefällt.»

Sie hat auch schon lustige Aufträge angenommen: «Jemand bestellte ein Bild, auf dem ein nackter Mann zu sehen sein sollte. Er sollte liegen und sein Popo sichtbar sein. Darauf hat mir eine Freundin haufenweise Bilder von unbekleideten Männern gesendet. Das war witzig!»

In einem Monat stellt die Freiämter Künstlerin Loredana Wild zum zweiten Mal eine Auswahl ihrer neusten Werke vor. Die erste Ausstellung fand vor drei Jahren statt und war ein voller Erfolg. Die Anfrage kam, wie auch dieses Mal, von der Kulturkommission der Gemeinde Unterlunkhofen. Über das erneute Interesse an ihrer Arbeit freut sich die zweifache Mutter sehr. Neben den Aufträgen malt Loredana sehr gerne für sich. Ihr Atelier ist vollgepackt mit Bildern in allen möglichen Formaten und Stilen. Viele sind jetzt bereits eingepackt, weil sie Gemeindehaus ausgestellt werden.