Ein spektakuläres Schauspiel bot sich am Donnerstag im Villmerger Industriegebiet. Um 15.10 Uhr schossen an der Durisolstrasse Unmengen an Wasser gut 11 Meter in die Höhe.

Gemäss Gemeindewerke Villmergen (GWV) war es die Folge eines Verkehrsunfalls. Ein Lastwagen hatte beim Abbiegen vom Areal der Novoglas AG in die Durisolstrasse einen Hydranten umgefahren. Mit dem Hinterrad riss er diesen mit. «Der Hydrant wurde quasi sanft entwurzelt», sagt GWV-Betriebsleiter Martin Hössli.

Der Hydrant wurde inklusive der unterirdischen Wasserleitung aus dem Boden ausgerissen statt an der Sollbruchstelle zu brechen. Ein Rohrbruch unterhalb des Sicherheitsventils des Hydranten und eine hohe Wasserfontäne waren die grossen Folgen des kleinen Verkehrsunfalls.

Eine Dusche für über 2000 Villmerger

Unter dem hohen Wasserdruck von rund 9 Bar schossen laut Martin Hössli innert 15 Minuten rund 90'000 Liter Wasser in die Höhe. Auf der Durisolstrasse bildete sich deswegen ein regelrechter Bach. Mit dieser Wassermenge hätte heute ein Drittel der Villmerger (rund 2250 Menschen) duschen können.

«Die Wasserversorgung all unserer Kunden ist aber uneingeschränkt gewährleistet», versichert Hössli. Die schnell ausgerückten GWV-Mitarbeiter kappten einzig die Wasserleitung zum Hydranten.

Morgen beginnen die Reparaturarbeiten. «Der Bagger ist bereits bestellt», so Martin Hössli. Der Hydrant wird inklusive Sicherheitsventil durch einen neuen ersetzt, da der alte erste geprüft und revidiert werden muss.

Was der kleine Unfall kosten wird und ob das Gebäude der Novoglas Schaden genommen hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.