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Lieni Füglistaller bleibt Ortsparteipräsident - Glarner spricht von «Provokation»

Noch-Nationalrat Lieni Füglistaller bleibt Präsident der SVP Rudolfstetten-Friedlisberg

Noch-Nationalrat Lieni Füglistaller bleibt Präsident der SVP Rudolfstetten-Friedlisberg

Die Mitglieder der SVP Rudolfstetten-Friedlisberg gehen weiter auf Konfrontationskurs zur Bezirkspartei. Sie haben ihren Präsidenten Lieni Füglistaller im Amt bestätigt - gegen den ausdrücklichen Willen der SVP Bremgarten.

Lieni Füglistaller bleibt Präsident der SVP-Ortspartei Rudolfstetten-Friedlisberg. Die Parteiversammlung hat sich geschlossen hinter Füglistaller gestellt und ihn für eine weitere Amtsperiode gewählt.

Die Wahl, so unbestritten sie bei den Mitgliedern der Ortspartei auch war,  birgt einiges an Zündstoff und dürfte das ohnehin schon angepannte Verhältnis zwischen Füglistaller und Andreas Glarner, dem Präsidenten der SVP-Bezirkspartei Bremgarten, weiter belasten.

Glarners Order missachtet

Glarner hatte, nachdem Füglistaller im vergangenen Dezember aus der Bezirkspartei ausgetreten ist, die Ortspartei aufgefordert, einen neuen Präsidenten zu wählen. Dieser Order hat die Rudolfstetter SVP-Versammlung aber keine Folge geleistet.

Die Ortspartei ist nämlich der Ansicht, dass die Bezirkspartei der Ortspartei keine Vorschriften zu machen habe und für derartige Forderungen auch gar nicht zuständig sei. Füglistaller sagte am Freitag, die SVP Rudolfstetten-Friedlisberg wolle der SVP Bremgarten das Resultat der Wahl nun noch schriftlich mitteilen - und in dem Schreiben auch darauf hinweisen, «wie man miteinander umgeht».

Andreas Glarner erklärte zu der gegen seinen Willen erfolgten Wahl lediglich: «Wir gehen auf diese Provokation von Noch-Nationalrat Füglistaller nicht ein.» Ob die renitente Ortspartei nun mit Massnahmen vonseiten der Bezirkspartei zu rechnen hat, wollte Glarner nicht sagen.

Sechs Mitglieder geben Parteiaustritt

Der anhaltende Konflikt zwischen Füglistaller und Glarner zeitigt nun auch direkte Folgen für die SVP Rudolfstetten-Friedlisberg.

Wegen der «inakzeptablen Schlammschlacht» gegen Parteipräsident Füglistaller haben sechs teilweise langjährige Mitglieder den Parteiaustritt bekanntgegeben. Dies entspricht rund zehn Prozent der gesamten Mitgliederzahl.

«Das bereitet mir Mühe», sagt Füglistaller. Eine Partei lebe schliesslich von ihren Mitgliedern. Zudem sei es in der heutigen Zeit schwer, die Menschen für ein Engagement in einer politischen Partei zu begeistern. (bau)

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