Wohlen

Liebeserklärung an die Tiere: Veganer Nomade radelt durch das Freiamt

Stefan Heim trägt eine Botschaft von Malaga ins Freiamt: Vegan Power.

Stefan Heim trägt eine Botschaft von Malaga ins Freiamt: Vegan Power.

Stefan Heim ist seit sechs Monaten unterwegs. Er bezeichnet sich als Nomade, ernährt sich von Nüssen, Hafer und Leinsamen und setzt seine Reise nun nach Zürich fort. Seine Botschaft ist klar: Vegane Ernährung macht auch stark.

Zweimal Müesli am Tag, einmal süss und einmal salzig, dazu 100 Kilometer auf dem Velo in Sonne und Regen und ab und zu Leute, die ihn anquatschen oder filmen. Stefan Heim hat eine Botschaft.

Der Nomade wünscht sich, dass die Menschen auch den Tieren ihre Nächstenliebe entgegenbringen. Um diesen Gedanken an die Frau und an den Mann zu bringen, tritt er in die Pedalen und ernährt sich lediglich vegan, verzichtet also nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milch, Eier, ja sämtliche tierischen Produkte.

Gestern Mittag kurz nach ein Uhr radelt Heim durch Wohlen, Tagesziel Bremgarten. Heim will zeigen, dass vegane Ernährung genauso viel Power gibt wie normale. Dafür ist er mit seinem Drahtesel einmal von der Schweiz nach Malaga und wieder zurückgefahren.

Der Laptop musste dann doch mit

Sechs Monate ist Heim nun unterwegs. Im Winter hat er in den Höhlen der Costa del Sol gelebt. «Ich war da schon nicht ganz alleine, es gab auch noch andere Alternative», sagt er.

Ursprünglich wollte er auch ohne Computer leben. Diesen Plan hat er verworfen. Er liess sich den Laptop nach Spanien schicken und transportiert ihn seither in einem alten Siebsack kurz über dem Vorderrad.

Veganes Kochen für die Leute

«Ich hoffe schon, dass ich nicht der letzte Nomade bin», sagt Heim, der auf seiner Reise nur wenig Geld braucht.

Beispielsweise spart er sich Rasierklingen und -schaum und Coiffure, und natürlich übernachtet er im Zelt, das er auf dem Gepäckträger mitschleppt jeweils etwas abseits der befahrenen Strassen.

Jetzt will Heim ein wenig unter die Leute kommen und schliesst sich veganen Kochgruppen an, die dann wiederum umherziehen und hie und da für die Bevölkerung vegane Küche anbietet.

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