Deine Aussage «Es git meistens irgendwie öpper, wo irgendwie brüelt oder susch irgendwie öppis nid guet isch», sprach mir aus der Seele. Hast du dieses Drama nicht langsam satt? Wirst du es mit so einer wirklich bis ans Ende deines Lebens aushalten? Den Brief, den du als Einladung zum Einzeldate verschickt hast, löste eine kleine Prügelei aus, und auch sonst lassen die Damen keine Gelegenheit aus, sich zu zanken.

Und wie du wahrscheinlich weisst, flossen bei der Zimmerverteilung bereits in den ersten zehn Minuten Fabiennes Tränen. Keine der Kandidatinnen scheint sie zu mögen, was Influencerin Mia auch ohne zu zögern zugab: «Ich hasse d’Fabienne eifach allgemein.» Auch Alisha machte keinen Hehl draus, dass sie lieber am Pool schlafen würde, als sich das Zimmer mit dem Rotschopf zu teilen. Valentyna meinte, dass sie in Fabiennes Nähe «eh keine Inspiration kriegen» kann. Bei so vielen Sticheleien fühle ich mit der spirituellen Julia, die kurzerhand beschloss, lieber unter freiem Himmel zu schlafen als sich diesem Zickenkrieg auszusetzen.

Die besten Bilder aus der zweiten Episode des diesjährigen «Bachelor»:

Immerhin konnten sich fünf der Damen auf der Schatzsuche zusammenreissen (zumindest einigermassen). Schliesslich wollten sie dir alle beweisen, wie clever sie sind. Bei den Rätseln schlugen sich die Ladys zwar relativ gut, aber als sie nach fünf Metern anhielten, obwohl in der Aufgabe ausdrücklich stand, dass 100 Meter zurückgelegt werden müssen, zweifelte ich relativ stark am Distanz-Schätzungsvermögen der Kandidatinnen. Seda hatte aber gleich eine Spitzenerklärung parat: «100 Meter abschätze isch hütt würkli sehr schwer gsi. Erstens mol wäg de Hitz, mir händ au nüt meh gseh, mir sind so öppis vo verschwitzt gsi.» Mit dieser Erläuterung ist natürlich sofort klar, wie dieses Malheur geschehen konnte.

Nun aber noch zu den Kandidatinnen, die den Tag in ihren Villen verbringen mussten. Neben dem üblichen Drama sorgten Rapperin Bellydah und Mona für Fassungslosigkeit: Sie küssten sich. Ich gebe zu, ich war fassungslos. Denn mir stellte sich sofort eine Frage: Wer zum Kuckuck ist Mona? Die Luzernerin kam bisher kaum zu Wort und war so unscheinbar, sodass ich sie gar nicht wahrgenommen habe. Auch jetzt weiss ich nicht mehr über sie, als dass sie «mega Angst» davor hat, sich bei einem Kuss mit dir zu blamieren. Was auch der Grund für das Knutschtraining der beiden Damen war, wie sie in einem gar nicht gestellt wirkenden Gespräch klarmachten: Sie wüssten gar nicht, ob sie das noch könnten, und du würdest sie sonst nach einem Kuss gleich nach Hause schicken. Wirkte auf mich eher wie ein Schrei nach Aufmerksamkeit als eine ernsthafte Trainingseinheit. Scheint auch geklappt zu haben. Schliesslich hast du beiden eine Rose gegeben und sie dürfen sich, um es in ihren Worten auszudrücken, zur «Rosengang» zählen. Ich hoffe, du lässt dich von solch billigen Manövern nicht ablenken und gibst ehrlichen Mädels wie Maria oder Alisha eine Chance. Bis nächste Woche.

Sehen Sie hier, welche Kandidatinnen immer noch um Clive Bucher kämpfen – und welche schon raus sind:

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