Eröffnung
Lichter, Farben, Rauch: Freiämter sorgen für die Gotthard-Show

Das Freiamt ist auch Gotthard. Die Winkler Multi Media Events AG aus Wohlen inszeniert die Show bei der Tunneleröffnung. Unter anderem wurde dazu eine 150 Quadratmeter grosse LED Wand aufgestellt.

Andrea Weibel
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Die 170 Meter lange ehemalige Rangierhalle in Erstfeld am Nordende des Tunnels ist von der Winkler AG mit 600 Lampen und 30 Projektoren bestückt worden. zvg

Die 170 Meter lange ehemalige Rangierhalle in Erstfeld am Nordende des Tunnels ist von der Winkler AG mit 600 Lampen und 30 Projektoren bestückt worden. zvg

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Es ist eines der wohl grössten Volksfeste in diesem Jahr: Die Eröffnung des Gotthardtunnels, die heute von den Politikern und anderen VIPs gefeiert wird, während das normale Volk am Wochenende die riesige, jahrzehntealte ehemalige Baustelle im Berg besichtigen kann.

Unzählige Firmen sind zuständig für Catering, Bauten und weitere Infrastruktur. Doch damit die geladenen Gäste heute und die Öffentlichkeit am Wochenende sowohl auf der 150 Quadratmeter grossen LED-Wand auf der Südseite als auch in einer 170 Meter langen Halle auf der Nordseite die Geschichte des Gotthard-Tunnelbaus erfahren, sehen, hören, ja beinahe spüren können, braucht es eine Wohler Firma.

Die Winkler Multi Media Events AG wurde vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) engagiert, um die künstlerischen Inszenierungen technisch umzusetzen. «Wir bringen Input- und Outputgeräte, Verkabelung und Steuerung mit. Wenn wir nicht da wären, hätten die Gäste weder Licht noch Video, Sound oder Nebel in der ehemaligen Rangierhalle am Nordende des Tunnels», erklärt Stefan Mathys, Leiter Events und Ausstellungen und Mitglied der Geschäftsleitung der Winkler AG.

Aber natürlich wird es nicht einfach hell, wenn die Wohler Firma den Startknopf drückt. «Wir sorgen für diverse Lichter, Farben, Rauchsituationen, Bodennebel und vieles mehr, um farblich und akustisch die Eröffnungszeremonie in Szene zu setzen.»

711 Mann-Tage fürs Millionenfest

600 Lampen sind in der ehemaligen Rangierhalle in Erstfeld verbaut, die in der Mitte durch Schienen unterbrochen wird. Durch 30 Projektoren werden die verschiedenen Videosequenzen eingeblendet, die die Winkler AG für die Künstler, die sie entworfen haben, in Szene setzt.

«Während vier Wochen haben wir insgesamt 711 Mann-Tage für die Vorbereitungen des Festes verwendet, was für diesen kurzen Zeitraum ein personalintensives Projekt darstellt. Das ist schon eines der diesjährigen Highlights für uns», sagt Mathys. «650 Hotel-Übernachtungen haben wir zu verbuchen. Und all das für eine Inszenierung von 35 Minuten.» Natürlich wird die Inszenierung bis zum Ende des grossen Gotthard-Festes am Wochenende, das für mehrere Millionen Franken organisiert wurde, mehrmals gezeigt. «Aber bis zum 8. Juni wird alles wieder abgebaut sein.»

Ein Wochenende voller Highlights

27 Operateure der Winkler AG werden heute und auch am Wochenende vor Ort sein, um die Geräte zu bedienen und für Notfälle bereit zu sein. Dabei wird das Wochenende eines der arbeitsreichsten des ganzen Jahres im Kalender der Wohler Firma. «Wir liefern zeitgleich mit dem Gotthard-Fest auch die Technik fürs Allmend Rockt Festival in Luzern, wo Iron Maiden und Rammstein spielen, für das Energie-Forum Powertage in Zürich und für eine grosse Baustelle im Swiss Tech Convention Center in Lausanne», zählt Stefan Mathys auf.

«Es läuft brutal viel an diesem Wochenende. Ich weiss aber, dass ich mich auf unsere Mitarbeiter verlassen kann. Ich bin mir sicher, dass wir auch diesen Peak erfolgreich meistern werden», ist er überzeugt.

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