Niederwil

Letzter Einsatz für die Weihnachtsbäume: Welcher fliegt am weitesten?

Der Feuerwehr-Club Niederwil lud am Samstag zu einem fröhlichen Anlass ein, an dem die Christbäume einen besonderen Einsatz hatten.

Gross, grün und recht hoch sauste der Weihnachtsbaum an den Zuschauern vorbei. Ein paar Tannennadeln folgten. Mit einer Weite von beinahe fünf Metern ein sehr gelungener Wurf. «Da hast du dir ja vorsorglich einen windschnittigen Baum ausgesucht», rief einer der Feuerwehrleute dem Werfer zu. Der lachte und machte sich für den zweiten Wurf startklar.

Sabrina Seiler vom Feuerwehr-Club erläuterte die Regeln: «Jeder, der mitmacht, hat drei Versuche, der beste wird gezählt. Damit es gerecht zugeht, werden die Grösse der Bäume und deren Gewicht bei der Bewertung beachtet. Für die Kinder legen wir die kleinen Bäume zur Seite.» Meistens seien es die Kleinen, die den Anfang machten, die Erwachsenen würden dann dem guten Beispiel folgen.

Jüngste Tannenwerferin war Kiana – sie ist ein Jahr alt

So war es auch an diesem Samstag: Kiana, eine der jüngsten Besucherinnen, wagte sich als erste an die Abwurf-Linie. Geschickt warf die Einjährige einen kleinen Tannenbaumzweig, damit gewann sie definitiv sämtliche Herzen aus den Zuschauerreihen. Sehr geschickt zeigte sich auch Eddi Meier. Seinen Tannenbaum-Ast wuchtete er bei den ersten beiden Versuchen zusammen mit seinem Mami über die Linie. Den dritten Wurf meisterte er gekonnt alleine. «Papi ist in der Feuerwehr, wir sind seit ein paar Jahren beim Weihnachtsbaum-Werfen dabei», verriet Petra Meier. «Eddi ist schon jetzt sehr engagiert und half beim Aufstellen.»

Wie es dazu kam, dass in Niederwil Anfang Januar Weihnachtsbäume geworfen werden, davon berichteten Sabrina Seiler und Michael Müller vom Club-Vorstand: «Wir veranstalten den Anlass nun zum achten Mal. Als der Feuerwehr-Club wieder ins Leben gerufen wurde, haben wir über einen passenden Event nachgedacht und sind schliesslich auf das Christbaum-Werfen gekommen.» Eine Inspiration dafür sei die lustige Werbung eines schwedischen Möbelhauses gewesen, in der die Tannenbäume auf die Strassen flogen. Zunächst habe das fröhliche Weitwerfen nur intern in der Feuerwehr stattgefunden. «Das kam aber so gut an, dass wir den Event öffentlich gemacht haben. Dieses Jahr hatten wir 60 Teilnehmer. Das ist eine schöne Möglichkeit, das neue Jahr zu beginnen, und Freunde und Bekannte zu treffen.»

Vielseitige Techniken

Nach den kleinen Werfern zeigten bald auch die grossen ihr Können. Dabei präsentierten sie ganz unterschiedliche Techniken. Da wurden Tannenbäume geschleudert, mit der Spitze- oder mit dem Fuss voran geworfen, im hohen Bogen und auch im Tiefflug. «Bei den Wurftechniken ist alles erlaubt», teilte Sabrina Seiler schmunzelnd mit. Kurt Stucki, der mit dem windschnittigen Baum antrat, erzählte: «Ich bin schon einige Male angetreten, da ich im OK bin, organisiere ich den Anlass mit. Gewonnen habe ich aber noch nie.»

Als Warnung demonstrierte die Feuerwehr zusätzlich noch, wie beeindruckend schnell ein trockener Christbaum in Flammen aufgehen kann. Innerhalb weniger Minuten war nur noch der verkohlte Stamm in einer Rauchwolke zu sehen.

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