Schweizer Meister Freiamt beendet die Mannschaftsmeisterschaft im Ringen auf Platz 5. Im Kampf der letzten Hoffnung entschwand diese vor dem Abwägen. Randy Vock und Yanick Klausner fielen kurzfristig aus.

Auf der Matte hatte Kriessern deutlich Überhand. Die Ostschweizer gewannen in der Bachmattenhalle Muri sieben der zehn Einzelduelle. Die 12:22-Niederlage widerspiegelt, wie weit die Aargauer Ringerhochburg von der Spitze entfernt ist.

Bei den Freiämtern überzeugten nur der Weinfelder Doppellizenzringer Thomas Wild und Olympionike Pascal Strebel. Beide bearbeiteten ihren Gegner mit technischer Überlegenheit bis zum vorzeitigen Ende bei 15:0.

Als dritter Heimringer gewann Christian Huwiler. Der 33-jährige Benzenschwiler tat sich bis 65 kg Greco jedoch schwer, seine Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Drei Wertungspunkte ergaben nur zwei Mannschaftspunkte.

Halbes Team ging leer aus

Freiamts Trainer Thomas Murer missfielen die Nuller der halben Mannschaft. Bei den Ersatzleuten Reto Bürgisser und Manuel Rütter zeigte er noch halbwegs Verständnis. Rütter war auf gutem Weg zu einer «erträglichen» Punkteniederlage, als in der Schlussphase seine Kräfte schwanden und er auf den Schultern landete.

Weder Roman Zurfluh noch Jayan Göcmen reüssierten und auch Michael Bucher war unerklärlich schwach. Als Greco-Nationaltrainer Andrey Malzew schliesslich seinem Kriessener Schützling Damian Dietsche einen 6:2-Punktesieg zugestehen musste, stand das Freiämter 2015er-Desaster fest.

Der Halbfinal findet ohne den Schweizer Meister statt. «Wir befinden uns in einer Negativspirale», schüttelte Trainer Murer den Kopf. «Das Team glaubte heute Abend nicht mehr an sich.» (wr)