Ober- und Unterkulm
Leere Sitze: Fusionsgemeinden suchen noch drei Kandidaten

Im Mittleren Wynental bleiben drei Gemeinderatssitze leer und in Oberkulm fehlt noch der Vize. Die Fusion soll jedoch nicht verantwortlich sein für die Vakanzen.

Peter Siegrist
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Im Unterkulmer Gemeinderat mit Roger Müller (Mitte), Manuela Basso und Franz Hochstrasser sind nach den gestrigen Wahlen zwei Sitze nicht besetzt.psi.

Im Unterkulmer Gemeinderat mit Roger Müller (Mitte), Manuela Basso und Franz Hochstrasser sind nach den gestrigen Wahlen zwei Sitze nicht besetzt.psi.

Peter Siegrist

Bei den Wahlen im Mittleren Wynental, in Oberkulm und Unterkulm, wurden im ersten Wahlgang nicht alle Sitze besetzt. In Unterkulm fehlen noch zwei Gemeinderäte. In Oberkulm bleibt ein Sitz vakant.

Die Gemeindeammänner, Roger Müller aus Unterkulm und Edmund Studiger aus Oberkulm, wurden vom Souverän beide deutlich bestätigt. Ebenso wurde Vizeammann Franz Hochstrasser in Unterkulm mit 200 Stimmern über dem absoluten Mehr wiedergewählt. Oberkulm hingegen konnte den Stuhl des Vizeammanns noch nicht besetzen. Die Wahlbeteilung lag in Unterkulm bei 34,25 Prozent, in Oberkulm gingen 38,1 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne.

Auswirkungen der geplanten Fusion?

Beide Gemeindeammänner schreiben die Vakanzen in ihren Kollegien nicht allein der Fusion der beiden Gemeinden zu, die gegenwärtig in Abklärung ist. «Das glaube ich nicht», sagt der Oberkulmer Gemeindeammann, Edmund Studiger, «es war bei uns in den letzten Jahren schon immer schwierig, jemanden für dieses Amt gewinnen zu können.» Der zeitliche Aufwand sei halt vielen Anwärtern letztlich doch zu gross.

Roger Müller, Gemeindeammann in Unterkulm, räumt ein, dass die Fusion eine Rolle spielen könnte. Ein neues Mitglied im Gemeinderat hätte jedoch eine gute Gelegenheit, sich in einem bestehenden Gremium einzuarbeiten. Wenn es in einem Jahr dann zur Fusion komme, sei ja absehbar, dass langjährige Mitglieder sich zurückziehen würden. «Die Gefahr, nur für ein Jahr gewählt zu werden, besteht eigentlich kaum», sagt Müller, und er hofft noch auf zwei valable Kandidaten. Das gleiche hoffen auch die Oberkulmer.

Edmund Studiger fügt zur missglückten Vizeammannwahl als Erklärung an, dass der bisherige Amtsinhaber Roger Schmid von seiner Partei zu spät angemeldet worden sei. «Denn auch die Bisherigen müssen gemeldet werden.» In beiden Gemeinden kommt es jetzt zu einem zweiten Wahlgang. Wenn innert zehn Tagen so viele Kandidaten nachgemeldet werden, wie Sitze zu vergeben sind (mindestens 10 Unterschriften sind nötig), dann sind Stille Wahlen möglich. Andernfalls kommt es im November zum ordentlichen 2. Wahlgang an der Urne.

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