Raumwärme wird in den Bremgarter Liegenschaften meistens mit Öl- oder Gasheizungen erzeugt. Aber auch mit Holz aus den Wäldern in der Umgebung: 60 neue Anschlüsse verzeichnet der Wärmeverbund Bremgarten West – und es kommen in nächster Zeit laufend weitere Kunden hinzu. Dadurch können jedes Jahr etwa 1,2 Millionen Liter Heizöl eingespart und der Ausstoss von rund 2900 Tonnen Kohlendioxid (CO2) verhindert werden.

Die Lieferung von Heizwärme hat begonnen

Mitte Januar erfolgte der Spatenstich für den Bau der Heizzentrale auf dem Areal neben der Elro-Werke AG in Bremgarten West. Realisiert und betrieben wird die Anlage durch die AEW Energie AG, Aarau. Die Lieferung von Wärme wurde für den Beginn der Heizperiode in diesem Herbst in Aussicht gestellt.

Nach AEW-Angaben ist der Öl-Heizkessel bereits in Betrieb, der künftig die Versorgung des Fernwärme-Leitungsnetzes im Störfall sicherstellen wird. In einer ersten Phase dient er nun der Belieferung der an das neue Netz angeschlossenen Hunn Gartenmöbel AG mit Wärme.

Die Leitungsführung besteht zurzeit aus dem Anschluss Hunn und der Verbindung von der Zentrale in die Bremgarter Unterstadt. Beim Leitungsbau gab es lediglich einen Zwischenfall, bei dem eine Stützmauer einstürzte.

In der Heizzentrale, einer der grösseren Anlagen dieser Art, befinden sich die verschiedenen technischen Komponenten des Wärmeverbundes. Es ist ein kurzer Probebetrieb für den Holzschnitzel-Heizkessel vorgesehen.

Der Test beginnt am 11. November und dauert eine Woche. Läuft alles nach Plan, startet der Vollbetrieb mit der Holzfeuerung im Februar 2020. Dann wird der mächtige Kessel in der Heizzentrale, der eine Leistung von 3,2 Megawattstunden aufweist, mit Holzschnitzeln beschickt.

Mit dem Anheizen wird also der Holzschnitzelkessel und damit der Wärmeverbund Bremgarten West in Betrieb genommen. Dieses Ereignis wird von der AEW Energie AG voraussichtlich im Februar/März mit einem Festakt gefeiert.