Oberwil-Lieli
Lärmschutz wird nur an einem Haus verbessert

Die kantonale Strassenlärmsanierung in der Gemeinde Oberwil-Lieli ist eine bescheidene Geschichte.

Lukas Schumacher
Drucken
Teilen
Am prächtigen Riegelhaus Dorfstrasse21 im Ortsteil Oberwil werden einige Schallschutzfenster eingebaut.

Am prächtigen Riegelhaus Dorfstrasse21 im Ortsteil Oberwil werden einige Schallschutzfenster eingebaut.

Lukas Schumacher

Lärmschutzwände werden entlang den Kantonsstrassen in Oberwil-Lieli keine erstellt. Das kantonale Strassenlärm-Sanierungsprojekt setzt in erster Linie auf neue Strassenbeläge mit besseren Schallschutz-Eigenschaften in den bewohnten Gebieten bei den Kantonsstrassen 263 (Abschnitt Mattenhof-Kreuzung bis Tunnel) und 411 (Mattenhof-Kreuzung durch Ortsteil Oberwil Richtung Unterlunkhofen).

Heute wird bei 18 bewohnten Liegenschaften der Immissionsgrenzwert überschritten. Nach der Belagssanierung wird dieser Lärm-Grenzwert noch bei neun Liegenschaften übertroffen.

Bloss ein Hausbesitzer macht mit

Die Besitzer der neun betroffenen Wohnhäuser könnten vom subventionierten Akustik-Schutz profitieren. Nur ein einziger Hausbesitzer macht mit. In Bälde werden an seinem Wohngebäude Dorfstrasse 21 in Oberwil einige Schallschutzfenster und Schalldämmlüfter eingebaut.

Kostenpunkt: rund 10 000 Franken. Je 5000 Franken bezahlen die öffentliche Hand und der Eigentümer.

Der technische Bericht zur Lärmsanierung Oberwil-Lieli mit den Planungen und Abklärungen ist ein umfangreiches Schriftwerk zu Gesamtkosten von 152 000 Franken.

101 000 Franken davon zahlt der Bund, 15 000 Franken der Kanton Aargau. Die restlichen 36 000 Franken hat die Gemeinde zu übernehmen. In der Bundessubvention enthalten ist ein Anteil der Kantonsstrassen-Belagserneuerung, die rund 400 000 Franken kosten wird.

Demnächst wird ein Abschnitt des sanierungsüberfälligen Belags auf der Kantonsstrasse 411 erneuert.

Aktuelle Nachrichten