Villmergen
«Lärm und Abfall» – Anwohner fürchten sich vor neuer Bushaltestelle

Die Bündtenstrasse kann ausgebaut werden – aber nur ohne weitere Beschwerden. Das Problem: Niemand will eine Bushaltestelle vor seinem Haus haben. Die Beschwerdefrist läuft noch.

Andrea Weibel
Merken
Drucken
Teilen
Bushaltestelle und Fussgängerstreifen sind Knackpunkte der dritten Ausbauetappe der Bündtenstrasse.

Bushaltestelle und Fussgängerstreifen sind Knackpunkte der dritten Ausbauetappe der Bündtenstrasse.

Andrea Weibel

Mehr Sicherheit für die kleinsten Verkehrsteilnehmer – das ist der wichtigste Grund für die Umgestaltung der Bündtenstrasse. Anfang und Ende der Strasse sind bereits verkehrsberuhigt erneuert und mit neuen Strassenleuchten versehen. Ein kurzer Teil direkt vor dem Kindergarten Bündten fehlt jedoch noch.

Grund dafür sind zwei Einwendungen, die beide die Bushaltestelle betreffen. «Eine Einwendung konnten wir durch die Verschiebung der Haltestelle um wenige Meter lösen», sagt Bauverwalter André Zehnder.

Aufgrund der Verschiebung fühlte sich dann aber eine andere Partei gestört. Die zweite Einwendung folgte. «Diese Einwendung hat der Gemeinderat abgewiesen», so Zehnder. Irgendwo müsse der Bus schliesslich halten.

Nur ein Bushäuschen

Am 20. Januar wurde die Baubewilligung für die dritte Etappe der Bündtenstrasse gesprochen. Nun hoffen die Behörden, dass die Einwendung nicht weitergezogen wird. «Viele Leute befürchten, dass eine Bushaltestelle vor ihrem Haus viel Lärm und Abfall bedeuten würde», ist sich Zehnder bewusst.

«Um diesen Ängsten entgegenzuwirken, haben wir bei der Planung auf ein Bushäuschen auf der bezeichneten Seite verzichtet. Nur auf der Seite des Kindergartens soll eines entstehen.»

Der gesamte Raum, der für den Strassenausbau samt Bushaltestelle benötigt wird, befindet sich im Gemeindebesitz. «Die Verkehrsberuhigung ist an dieser Stelle sehr wichtig, denn nicht nur der Schulweg der Kindergärtler, sondern auch der vieler Schulkinder aus anderen Schulhäusern führt über die Bündtenstrasse», ist dem Bauverwalter wichtig.

«Die dritte Bauetappe ist das letzte Puzzleteilchen für einen sicheren Schulweg.» Die Beschwerdefrist dauert 30 Tage. Danach kann beschlossen werden, wann die letzte Etappe umgesetzt wird.

Dies soll spätestens in den Sommerferien geschehen. Ausschlaggebend wird sein, wann der Kindergarten umgebaut wird (siehe Kasten unten). Denn die beiden Baustellen dürfen sich nicht behindern.