Rudolfstetten

Langjähriger Vizeammann von Rudolfstetten verabschiedet sich virtuos

Hörenswerter Schlusspunkt: Christian Schaub am Piano.

Hörenswerter Schlusspunkt: Christian Schaub am Piano.

An der Gemeindeversammlung sagte Vizeammann und Finanzchef Christian Schaub mit einem Potpourri auf dem Piano adieu. 20 Jahre arbeitete Schaub sehr engagiert im Gemeinderat mit.

Die Gemeindeversammlung Rudolfstetten – 145 der 2727 Stimmberechtigten waren anwesend – verlief sehr musikalisch.

Mitten in der Versammlung spielte ein Septett der Allgemeinen Musikschule Mutschellen auf. Das zehnminütige Ständchen unter der Leitung von Claudia Vollenweider galt dem zurücktretenden Christian Schaub.

Am Schluss der Versammlung stellte Schaub auf Wunsch der Gemeinderatskollegen sein beachtliches Können am Piano unter Beweis.

Engagiert und kompetent

Bevor Christian Schaub ab 1993 im Gemeinderat Rudolfstetten mitarbeitete, gehörte der FDP-Mann vier Jahre der Schulpflege an.

Schaub habe sich stets stark für die Dorfschule, die Kreisschule, die Musikschule und die Gemeindefinanzen eingesetzt, sagte Ammann Josef Brem in seiner Laudatio.

Finanzspezialist Schaub war im Gemeinderat stets fürs Ressort Finanzen und Steuern zuständig. Auch dank Schaubs Kompetenz und seiner unermüdlichen Forderung «Wir müssen mit den Steuergeldern sorgsam umgehen» steht die Gemeinde heute finanziell gut da.

Als Rudolfstetten im Sog des Leukerbad-Debakels 160 000 Franken verlor, ärgerte sich der ansonsten gelassene, umgängliche Schaub grün und blau.

Die «Gmeind» schenkte Christian Schaub und Ehefrau Mirka nebst anderem Tickets fürs Spektakel «Circus meets Classic» im Kongresshaus Zürich und wünschte Schaub Muse und Vergnügen bei seinen neuesten Hobbys: Enkelkinder hüten und Saxofon spielen.

Grünes Licht für Grossvorhaben

Den beiden wichtigsten Vorlagen stimmte die Versammlung wuchtig zu.

Bei 39 Jastimmen und ohne Gegenstimme kam das Paket «Sanierung und Teilerneuerung des Mutscheller Kreisschulhauses 1» durch. Mit 108 Ja gegen 22 Nein fand die Neugestaltung und Sanierung der Bernstrasse Zustimmung.

Das Strassenbauwerk zu Gemeindekosten von 2,4 Mio. Franken soll in den Jahren 2015 und 2016 realisiert werden. Ausserdem sagte die «Gmeind» einhellig Ja zu einem Einbürgerungsgesuch der Familie Pomo und zum Budget 2014 mit dem unveränderten Steuerfuss von 91 %.

Unter «Verschiedenem» teilte der Gemeinderat mit, dass nächstes Jahr ein Studienauftrag fürs «Isleren»-Areal erteilt wird, der 2015 in eine Planung münden wird. 2017/2018 soll die erste Bauetappe folgen.

Die geplante Neuerschliessung der Gewerbezone Grossmatt ist für die nächsten fünf bis zehn Jahre vom Tisch, die Kantonsstellen sprachen sich klar gegen das Vorhaben aus. Bald konkret hingegen wird das gemeinsame Heizungsprojekt von Kirchgemeinde und Einwohnergemeinde (Schule). An der nächsten Einwohnergemeindeversammlung im Juni 2014 wird über das Projekt befunden.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1