Landschaftstheater
Landschaftstheater «Mit Chrüüz und Fahne» war ein Publikumsmagnet

Rund 9500 Personen besuchten das Landschaftstheater «Mit Chrüüz und Fahne». Die Freilichtproduktion von Autor Paul Steinmann und Regisseur Adrian Meyer zum 300. Jahrestag des 2. Villmergerkrieges hat damit «alle Erwartungen übertroffen».

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Das passiert im Landschaftstheater «Mit Chrüüz und Fahne»
13 Bilder
Im Keller vom Schloss Hilfikon beraten sechs Frauen, wie sie mit Liebesentzug ihre Männer von der Schlacht abhalten können
Eine bunte Gaukler-Truppe unterhält vor dem Schloss Hilfikon das Volk aus nah und fern
In der «Tagesschau» am Vorabend vom Mittwoch, 25. Juli 1712, wird die erwartete Schlacht mit allen Regeln der Medienkunst zum Ereignis gemacht
Die Waffenhändler-Familie Kubli präsentiert mit zwei Models vor dem Schloss Hilfikon die neusten Gewehre und Hellebarden
Das Lied «Im Aargäu sind zwöi Liebi» wird als Singspiel aufgeführt, in dem ein Soldat seine Liebste verlässt, in den Krieg zieht und wieder heimkehrt
Auftritt der Hochzeitsgesellschaft
Der Bräutigam begrüsst die Hochzeitsgäste
Die Hochzeitsgesellschaft schwingt gut gelaunt das Tanzbein
Während die Hochzeitsgäste speisen...
...ergiessen sich im Hintergrund Kriegsszenen aus der Vergangenheit in die Gegenwart
Ein verletzter Soldat aus der Vergangenheit stürzt in die Hochzeitsfeier und lässt diese platzen
Die Vergangenheit holt die Gegenwart ein: Trauerzug zum Abschied der Gefallenen

Das passiert im Landschaftstheater «Mit Chrüüz und Fahne»

Felix Wey

«Die Resonanz ist überwältigend und das Stück kam bei jung und alt sehr gut an», sagt Walter Küng, Mitglied der Produktionsleitung und Präsident vom Verein Szenefreiamt, in dem sich die vier am Theater beteiligten Gruppen – Sternensaal Wohlen, Kellertheater Bremgarten, Theatergesellschaft Villmergen und MuriTheater – zusammengefunden haben.

Auch organisatorisch lief alles reibungslos, wie es in einem Communiqué heisst. Es gab keine Unfälle und vom 80-köpfigen Ensemble fiel niemand aus. «Zudem hatten wir enorm viel Wetterglück», so Küng. Nur zweimal musste eine Vorstellung verschoben werden.

Reservationen aus der ganzen Schweiz

Weil die regulären 16 Aufführungen schon früh ausverkauft waren, wurden zwei Zusatzvorstellungen gespielt. «Das Telefon klingelte pausenlos», sagt Hildegard Hilfiker, in der Produktionsleitung unter anderem verantwortlich für den Vorverkauf. Reservationen kamen es aus der ganzen Schweiz, nicht wenige Besucher reisten sogar mehrmals nach Hilfikon.

Gut besucht war auch die Festwirtschaft. «Wir haben rund 3600 Menüs serviert», sagt Brigitte Müller, Mitglied der Produktionsleitung und verantwortlich für Gastronomie und Öffentlichkeitsarbeit. Weitere rund 700 Essen hat Theaterkoch Josef Füglistaller an der offiziellen Gedenkfeier des Kantons sowie an Firmenanlässen zubereitet.

Theatergelände wird bis Ende Woche zurückgebaut

Doch schon bald ist in Hilfikon nicht mehr viel vom Landschaftstheater zu sehen. Bereits wenige Stunden nach der Derniere vom Samstag wurde mit dem Rückbau begonnen. «Läuft alles nach Plan, sind wir bis Ende Woche fertig», sagt Niklaus Meyer, Bauchef und Mitglied der Produktionsleitung.

Meyer kann dabei auf rund 100 Helferinnen und Helfer zählen. Überhaupt wäre «mit Chrüüz und Fahne» ohne Helfer nicht möglich gewesen. Über 200 Personen aus dem ganzen Freiamt, von Hägglingen bis Oberrüti und vom Mutschellen bis nach Sarmenstorf, standen in den vergangenen Monaten im Einsatz.