Wohlen
Landfrauen erhalten eine Anlaufstelle

Die Bezirkspräsidentin Cornelia Schmid warb um neue Mitglieder mit gesundem Menschenverstand.

JÖRG BAUMANN (Text und Foto)
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Die Landfrauenpräsidentin Lotti Baumann (l.) und Bezirkspräsidentin Cornelia Schmid.

Die Landfrauenpräsidentin Lotti Baumann (l.) und Bezirkspräsidentin Cornelia Schmid.

Jörg Baumann

Der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband eröffnet im Herbst eine Vermittlungsstelle für Hilfe und Unterstützung in alltäglichen Lebensfragen. Das teilte Annekäthi Schluep (Schnottwil), Vorstandsmitglied des Verbandes und Präsidentin der Kommission für Familien- und Sozialpolitik, an der 87. Generalversammlung der Landfrauenvereinigung Bezirk Bremgarten mit. Der Dachverband vertritt 58 000 Landfrauen und Bäuerinnen. Er setzt sich für die berufliche Ausbildung und für soziale Fragestellungen seiner Mitglieder ein. Auch zur gegenwärtig aktuellen Altersvorsorge 2020, über die dieses Jahr abgestimmt wird, habe der Verband sich geäussert, sagte Annekäthi Schluep. «Die Vorlage ist für uns Frauen wichtig.»

Sie haben einen guten Namen

Als Präsidentin der Landfrauen im Bezirk Bremgarten rührte die Präsidentin Cornelia Schmid (Hägglingen) die Werbetrommel für die eigene Sache: Die Landfrauen hätten einen guten Namen und ständen für absolute Qualität und grosse Zuverlässigkeit. «Genau das steht uns ab und zu im Weg, wenn wir neue Mitglieder suchen», sagte sie. Viele Frauen fänden, dass sie nicht ins Bild der Landfrauen passten, weil sie keine Tracht trügen. Aber auch Landfrauen, egal aus welchem Metier, seien modern und frech, und sie lernten gerne Neues dazu. Sie seien nicht abgehoben, sondern handelten nach ihrem gesunden Menschenverstand. Im letzten Jahr bot die Vereinigung den Landfrauen eine Reihe von Kursen an. Daran wird sich auch 2017 nichts ändern.

Cornelia Schmid verabschiedete die Ortsvertreterin von Unterlunkhofen, Agnes Rutishauser, und begrüsste ihre Nachfolgerin Beatrix Staubli. Im laufenden Jahr können die Landfrauen am Freilichtspektakel «Dällebach Kari» in Windisch, am Bezirks-Brötle in Hägglingen und an der Landfrauentagung auf der Liebegg teilnehmen. Das Thema heisst: «Landfrauen sind wertvoll». An einem Vortrag in Wohlen wird der Referent den Landfrauen Humorinstrumente anbieten. Am traditionellen Tag der Pausenmilch werben die Landfrauen an den Schulen für die gesunde Verpflegung. Die neue Kantonalpräsidentin Lotti Baumann (Beinwil am See) erklärte, sie sei auch in den Schullehrplan 21 involviert und habe gestaunt, mit welch umständlichen Begriffen darin gearbeitet werde.

Die Integra im Fokus

Weil die Landfrauen im Restaurant «Hans und Heidi» der Integra in Wohlen tagten, benützte Karin Gerin, Bereichsleiterin Wohnen, die Gelegenheit, den Frauen die soziale Institution näher zu bringen. Die Nachfrage nach Wohn- und Arbeitsplätzen für Menschen mit einer Behinderung halte weiter an, sagte sie. Mutig, aber richtig sei der Entscheid der Integra gewesen, in die Restauration zu investieren. Der Posten des Integra-Geschäftsführers sei nach dem Weggang von Pascal Gregor noch vakant, teilte sie mit. Thomas Hoffmann, Leiter Finanzen und Administration, hat Gregors Aufgaben ad interim übernommen.