Mutschellen/Wohlen

Kunststoff-Eisfeld: Auf dem Mutschellen bald Realität, in Wohlen Wunschdenken

Der asphaltierte Platz bei der Halle des Sportzentrums Mutschellen wird Anfang November zu einem Eisfeld.

Der asphaltierte Platz bei der Halle des Sportzentrums Mutschellen wird Anfang November zu einem Eisfeld.

Die Kunststoffeisbahn beim Sportzentrum Burkertsmatt ist spruchreif geworden. Auch in Wohlen steht die Erneuerung der Eisbahn an. Ob dabei ebenfalls Kunststoff verwendet wird, ist eher unwahrscheinlich.

Synthetisches Eis ist das Thema der Stunde auf dem Mutschellen und in Wohlen. Die Voraussetzungen und Realisierungschancen sind freilich völlig anders. Auf dem Mutschellen hat man soeben ein Projekt mit einem 600 m2 grossen Kunststoffeisfeld aufgegleist.

Schon in fünf Monaten, Anfang November, soll das Eislaufvergnügen auf der Anlage des Mutscheller Sportzentrums Burkertsmatt losgehen.

In Wohlen steht die Erneuerung der regionalen Eisbahn an. Es wird diskutiert, ob man das Kunsteis durch Kunststoffplatten ersetzen und so eine Kunststoffeisbahn realisieren soll.

Dies aus Kostengründen. Kunststoffeis ist in der Anschaffung und beim Unterhalt viel preiswerter, zudem fallen die hohen Energiekosten bei der Eis-Aufbereitung weg.

Wettkampfmässig Eishockey darf auf Kunststoffeis indes nicht gespielt werden. In der Konsequenz müsste der HC Wohlen Freiamt aufgelöst werden, wenn eine Kunststoffeisbahn montiert werden sollte. Daher werden der Wohler Kunststoff-Idee keine Chancen eingeräumt, sie dürfte Wunschdenken von wenigen Leuten bleiben.

Das Mutscheller Projekt

Innert zwei Tagen kann das Kunststoffeisfeld auf dem Hartplatz/Streetballplatz des Mutscheller Sportzentrums Burkertsmatt eingerichtet werden. Das 35 Meter lange und 17 Meter breite Eisfeld wird aus 15 Millimeter dicken Einzelplatten im Puzzlesystem zusammengebaut und kann bei jedem Wetter für den allgemeinen Eislauf oder fürs Hockeytraining genutzt werden. Das Zubehör besteht aus stabilen Banden, zwei Eingangstüren, fix eingezeichneten Bullypunkten und Hockeylinien, Gummimatten und Eishocketoren.

Für die Eisfeldbenützung am Abend werden zwei Kandelaber mit LED-Leuchten installiert. Bereits vorhanden sind im Sportzentrum Maschinen, die sich zum Aufpolieren der Kunststoffeisfläche eignen. Die in Holland hergestellten Platten, die das Schweizer Unternehmen Sport-Systems Engineering vertreibt, versprechen eine Nutzungsdauer von rund 15 Jahren.

Das Mutscheller Eisfeld soll jeweils von Anfang November bis Ende Februar in Betrieb sein. Zum Betrieb gehören rund 120 Paar Schlittschuhe, die man leihweise gegen eine Gebühr mieten kann, sowie eine Schleifmaschine für die Kufen, Eislaufhilfen für die Kleinen und Eisstöcke fürs Eisstockschiessen.

Gesamtkosten: 172 900 Franken

Die Mutscheller Anschaffungskosten für die Eisbahn, Beleuchtung und das Infrastrukturzubehör betragen 172 900 Franken. Weil der Kanton Aargau einen Beitrag von 40 350 Franken aus dem Swisslos-Sportfonds zugesichert hat, verbleiben den drei Mutschellengemeinden Berikon, Rudolfstetten und Widen Nettokosten von 132 550 Franken.

Unter der Voraussetzung, dass die Abgeordneten des Gemeindeverbandes Sportzentrum Burkertsmatt dem Projekt am 9. Juni grünes Licht erteilen, werden die Nettokosten anhand der Einwohnerzahlen auf die drei Mutschellengemeinden aufgeteilt.

Hinzu kommen in der Verbandsrechnung jährliche Betriebs- und Abschreibungskosten im Betrag von 12 000 bis 16 000 Franken.

Eine schöne Geste stellte die Vereinigung «Freunde der Burkertsmatt» in Aussicht: Sie spendiert rund 20 000 Franken zum Kauf der 120 Paar Miet-Schlittschuhen, von 40 Kufenschonern, vier Eislaufhilfen für Anfänger, zwei Sets à acht Eisstöcken und einer Kufenschleifmaschine.

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