Muri
Künstlerischer Blick auf eine vielschichtige Welt

Die Werke, die Karin Klöckl, Künstlerin und auch Zeichenlehrerin in Muri, gegenwärtig im Atelier am Chelebüel in Muri zeigt, stehen unter dem Begriff «Reflection».

Eddy Schambron
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Karin Klöckl im Gespräch mit Rolf Sussmann, der die Vernissage im Atelier am Chelebüel in Muri musikalisch umrahmte.

Karin Klöckl im Gespräch mit Rolf Sussmann, der die Vernissage im Atelier am Chelebüel in Muri musikalisch umrahmte.

Eddy Schambron

Die Reflexion einer Oberfläche führe zur Reflexion im Geiste und mache uns bewusst, wie vielschichtig die Welt ist, fasste Vernissage-Redner Franco Bassani zusammen.

Karin Klöckl lasse sich auf ihren Reisen nicht nur von den üblichen Sehenswürdigkeiten fesseln, sondern begegne Zufälligem, ungewöhnlichen Perspektiven und Ansichten mit besonderer Aufmerksamkeit.

«Ihre Fundstücke verarbeitet die Künstlerin weiter auf der Suche nach neuer Bedeutung, komponiert aus real Unmöglichem neue Realitäten, die unsere Sinne kitzeln», sagte Bassani.

Und nicht zuletzt richte sie ihre Neugier auf sich selbst. In der Ausstellung im Atelier am Chelebüel sind denn auch verschiedene Videos zu sehen, in der Klöckl selbst zur Leinwand wird, auf der sie ihre Gefühlswelt sichtbar macht. Einzelaufnahme um Einzelaufnahme wird zu seinem Film zusammengefügt. «Was da entsteht, ist nur scheinbar zufällig. Da spiegeln sich erlebter Moment und innere Reflexion.»

Dass es sich lohnt, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, zeige der Blick auf die Werke von Klöckl. «Wer wie sie nicht nur auf die stärksten Reize achtet, schärft den Blick fürs Unscheinbare», unterstrich Bassani. Man entdecke neue Zusammenhänge und nehme auch sich selber anders wahr.

Zeichenlehrerin in Muri

Karin Klöckl, 1967 in Spreitenbach geboren, liess sich zuerst zur Hochbauzeichnerin ausbilden und besuchte 1992 bis 1996 die Fachklasse für Zeichnungslehrer/innen an der Schule für Gestaltung in Zürich.

Danach war sie als Zeichenlehrerin an verschiedenen Schulen tätig und ist es noch in Muri. Seit 1991 arbeitet sie neben dieser Berufstätigkeit im eigenen Atelier und widmet sich nicht nur der Malerei, sondern schafft auch Skulpturen. Inspirationen holt sie sich auch aus längeren Auslandaufenthalten, etwa in Burma. Seit ihren Anfängen als Künstlerin sind ihre Werke immer wieder in Ausstellungen zu sehen.