Bremgarten
Künstlerin Christina Blatter: Eine Meisterin der Genauigkeit

Bis zum 14. April zeigt die Bremgarter Künstlerin im Klösterli 52 Zeichnungen und Bilder über das Reussstädtchen Bremgarten

Lukas Schumacher
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Christina Blatter mit einem Werk, das die Holzbrücke über die Reuss und den «Adler»-Zugang zeigt. sl

Christina Blatter mit einem Werk, das die Holzbrücke über die Reuss und den «Adler»-Zugang zeigt. sl

Christina Blatter mag den Rummel nicht, schon gar nicht jenen um ihre Person. Sehr gefreut hat sich die bescheidene Bremgarter Künstlerin über die mehr als 50 Personen am Eröffnungsakt ihrer neuen Ausstellung aber schon.

So alle zehn Jahre stellt Christina Blatter im Reussstädtchen aus, diesmal im «Klösterli» der St.-Josef-Stiftung und auf Wunsch der Kulturkommission Bremgarten.

Ergänzt und überarbeitet

An den Wänden im Kreuzgang und im Obergeschoss des Klösterli hängen 52 Zeichnungen und Bilder, vorwiegend mit Bleistift und oder Farbstift gestaltete, einige auch mit Tusche und oder in Aquarelltechnik.

Alle zeigen Abbildungen von Bremgarter Landschaften und von Gebäulichkeiten, Ecken, Hinterhöfen und Gässchen der Altstadt Bremgarten. Entstanden sind sie in den Jahren 1990 bis 2005, wobei Christina Blatter einige der Darstellungen im Hinblick auf die Ausstellung ergänzt und überarbeitet hat.

Mit moderner Malerei hat die 65-jährige Künstlerin nichts am Hut. Sie ist ihrem Stil, der sich durch fotografische Genauigkeit und Sorgfalt auszeichnet, treu geblieben. Die frühere Zeichenlehrerin hat in jedes Werk sehr viel Zeit investiert.

Ihre aufwendige Arbeitsweise bemerkt man kaum. Viele der Bilder wirken, wie beabsichtigt, unbeschwert und leichtlebig.

«Christina Blatter nimmt in Bremgarten vieles wahr, was wir Städtchenbewohner gar nicht beachten», sagte an der Vernissage Peter Bringold, der langjährige frühere Leiter des Kinderheims St. Benedikt in Hermetschwil-Staffeln.

Diese Beobachtungen setze sie feinfühlig und äusserst präzise um. Für Stadträtin Monika Briner sind Blatters Werke wunderbare Belege dafür, dass «Kultur, Kunst und Bremgarten eine Einheit bilden.» Briner schätzt insbesondere die dichte Atmosphäre, die Christina Blatter zu erzeugen vermöge.

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