Entgegen ersten Meldungen stammte das Projektil nicht von einem Waffenplatz in Bremgarten und ist auch nicht dort in einer Wohnung eingeschlagen. Das bestätigt das VBS. Das Geschoss sei vielmehr auf dem Birmensdorfer Waffenplatz Reppischtal abgegeben worden. Den Standort der betroffenen Wohnung gab es nicht bekannt.

Wie eine Quelle gegenüber der az sagte, befindet sie sich in Oberwil-Lieli, im Ortsteil Lieli.

Die Militärjustiz hat Ermittlungen aufgenommen. Der Schiessplatz Reppischtal ist bis auf weiteres teilweise gesperrt worden.

Die betroffene Wohnung im Freiamt wird von einer Familie bewohnt. Als das Projektil einschlug, war zum Glück aber niemand zuhause. Entsprechend gab es auch keine Verletzten. Die Bewohner hätten das Projektil entdeckt, als sie von der Arbeit nach Hause gekommen seien, sagte Armeesprecher Daniel Reist. Sie hätten erst die Polizei informiert, diese habe dann die Armee eingeschaltet.

Armee-Geschoss trifft Wohnhaus

Armee-Geschoss trifft Wohnhaus

Plötzlich hat es geknallt: Ein Militärwaffen-Projektil schlug in ein Wohnhaus in Oberwil-Lieli ein. Verletzt wurde niemand, doch die Verunsicherung im Dorf ist riesig.

Ähnlicher Vorfall in Thun

Gemäss Reist passiert es "extrem selten", dass Geschosse der Armee in Wohngebiete einschlagen. Doch zuletzt kam es vergangenen Sommer in Thun zu einem ähnlichen Vorfall. Dort traf am 30. August ein Projektil aus einem Maschinengewehr ein Wohnhaus. Die Kugel durchschlug eine Scheibe und bohrte sich in eine Wand.