Der Spittelturm, die Holzbrücke, die Marktgasse – täglich sehen die Bremgarterinnen und Bremgarter die verschiedenen Ecken des Reussstädtchens aus derselben Perspektive. An der Vernissage von Christina Blatter haben sie die Möglichkeit, ihren Wohnort für einmal aus einem anderen Blickwinkel zu erleben. «Die Leute werden an meiner Ausstellung auf verborgene Schätze hingewiesen», erklärt die Künstlerin. «Für sie wird es ein Entdecken sein.» Unter dem Titel «Bremgarter Trouvaillen» präsentiert Blatter ihre Zeichnungen und Bilder vom 16. März bis 14. April im Klösterli der St. Josef Stiftung. «Die Ausstellung befasst sich ausschliesslich mit der Stadt Bremgarten», sagt die Künstlerin. Man fände neben den ungewohnt dargestellten bekannten Ansichten auch ganz in Vergessenheit geratene Details, die heute nicht mehr existierten. «Trouvaillen eben», so die ehemalige Zeichenlehrerin.

Vorbereitungen auf Hochtouren

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission Bremgarten. «Sie hat sich stark für mich eingesetzt. Die Kommission wollte, dass ich meine Werke ausstelle.» Gemeinsam habe man nach einem geeigneten Ort für die Ausstellung gesucht. «Mit dem Klösterli haben wir den gefunden», freut sich Blatter. Seit Januar laufen die Vorbereitungen nun auf Hochtouren: «Ich musste einige Bilder überarbeiten, fertig gestalten und auch rahmen. Schon bestehende Bilder mussten ebenfalls gerahmt werden – das war eine sehr grosse Arbeit.» Zusammen mit der Kulturkommission brauchte es aber noch einiges mehr an Vorbereitungen. «Ich bin sehr aufgeregt», gesteht Christina Blatter, die ihre Werke schon an rund 50 Ausstellungen gezeigt hat.

«Ihre Bilder haben Wärme»

Die Vernissage beginnt am 16. März um 17 Uhr. Für die Begrüssung wird Stadträtin Monika Briner zuständig sein. Anschliessend wird Peter Bringold, ein guter Freund und regelmässiger Käufer von Blatters Bildern, eine Einführung zu der Künstlerin und ihren Werken geben. «Ich habe vor 25 Jahren die ersten Bilder von ihr gekauft. Christinas Stil ist voller Authentizität. Die Bilder haben Wärme, es ist viel Gefühl mit drin», schwärmt er.

Der Stil von Blatters Bildern ist tatsächlich speziell: «Ich zeichne sehr genau», erklärt sie, «bei mir muss jedes Detail der Realität entsprechen.» Damit dies gewährleistet ist, investiert sie eine Menge Zeit in ihre Bilder: «Ich arbeite acht Stunden am Tag daran. Für ein Bild brauche ich auf diese Art etwa einen Monat.» Ihre Ausdrucksweise sei schon immer die langsame, die genaue gewesen. «Ich bin nicht der Typ, der mit Farben und Formen experimentiert.» Blatter wählt vor allem Städte, Landschaften, Bäume, Details und auch Blumen und Sagen als Motive. «Wichtig ist nicht, dass man für neue Ideen immer an einen anderen Ort geht, sondern dass man das, was man immer sieht, plötzlich in einem anderen Licht erkennt.»

Ihre grösste Hoffnung für die Ausstellung sei, dass ihre Bilder den Leuten gefallen. «Ausserdem will ich den Bremgarterinnen und Bremgartern zeigen, dass sie in einem wunderschönen Städtchen leben.»

Die Öffnungszeiten der Ausstellung vom 16. März bis 14. April:
Montag bis Freitag 8 Uhr bis 16 Uhr, Samstag/Sonntag 14 Uhr bis 17 Uhr. Die Künstlerin selbst ist am 31. März und am 14. April anwesend.