Hilfikon

Künstler Adrian Spiegel rückte Steinen künstlerisch zu Leibe

Adrian Spiegel hat sich für seine neue Ausstellung, die noch bis morgen Ostersonntag läuft, mit dem Thema «Stein» befasst. Sas

Adrian Spiegel hat sich für seine neue Ausstellung, die noch bis morgen Ostersonntag läuft, mit dem Thema «Stein» befasst. Sas

Unter der Leitung von Künstler Adrian Spiegel haben sich 12 Workshopteilnehmer mit dem Thema «Stein» auseinandergesetzt. Die Ausstellung im Schulhaus Hilfikon ist noch bis Ostersonntag offen.

Tausende von Jahren brauchen selbst die grössten Weltmeere, um aus kantigen Kieselbrocken runde, geschmeidige Steine zu schleifen. Der Sarmenstorfer Künstler Adrian Spiegel ist diesbezüglich wesentlich effizienter.

Während einem Jahr hat er sich zweimal wöchentlich für drei Stunden mit 12 Workshopteilnehmern zusammengesetzt und sich auf kreative Art und Weise mit dem Thema «Stein» befasst.

Keine echten Steine verwendet

«Wir haben uns den grauen Brocken behutsam angenähert und versucht, sie in unseren Kunstwerken von ihrer edlen Seite darzustellen», sagte Adrian Spiegel am Rande der Ausstellungsvernissage im Schulhaus Hilfikon.

Mit ihrem Schaffen wollten sie den Stein aus seinem eintönigen Schattendasein befreien und die faszinierenden Strukturen und Formen ins künstlerische Licht hieven.

Grundregel bei den Workshop-Arbeiten: Es durften keine echten Steine in die Arbeiten integriert werden. «Wir haben versucht, den Stein als Objekt auf surreale, expressionistische Weise darzustellen», erklärte Adrian Spiegel. Echte Steine wären den 13 Hobby- und Profi-Künstlern dabei bloss in die Quere gekommen.

Grosse künstlerische Vielfalt

Die künstlerische Vielfalt unter den rund 170 ausgestellten Exponaten ist enorm. Auf zwei Exkursionen an die Bünz und in den Dottiker Steinbruch haben sich die Workshopteilnehmer zu ihren Werken inspirieren lassen.

Entstanden sind farbige Aquarelle, mannsgrosse Skulpturen, Acryl-Malereien und täuschend echte Stein-Attrappen. Klippen-Malereien hängen neben Portraits der Rolling Stones. Riesige 3D-Skulpturen stehen vor einem Bildnis des Physik-Genies Albert Einstein.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, nicht einmal bei einem an sich so banal-grauen Thema wie dem «Stein». Franz Hohler hat einmal geschrieben: «Ein Stein tut nur, was andere mit ihm tun.»

Adrian Spiegel und seine Künstler-Aspiranten entpuppten sich als einfallsreiche Täter. Überzeugen davon kann man sich davon noch bis zum Oster-Sonntag in der Ausstellung im Schulhaus Hilfikon (Karfreitag, Ostersamstag und Ostersonntag, offen von 14 bis 18 Uhr).

Infos zur Ausstellung und zu weiteren Workshops: www.adrianspiegel.ch

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