Der Schritt ins Digitalzeitalter, den die Schule Unterlunkhofen machen will, wurde an einem Informationsanlass von den drei Dutzend Teilnehmern in einer Konsultativabstimmung begrüsst.

Mit einer Ausnahme: Kritik äusserte in einer emotionalen Diskussion eine Votantin, die hinter die Beschaffung der Mittel ein Fragezeichen setzte und auf die zu erwartenden Folgekosten aufmerksam machte.

Bedenken zerstreut

Sowohl Gemeinderat Siegfried Braun, als auch Schulleiter Wolfgang Kayser, der für die externe Projektunterstützung zuständige Danny Frischknecht und Christoph Peter von der Schulpflege, vermochten in ihren Ausführungen die vorgebrachten Bedenken zu zerstreuen. Sie wiesen darauf hin, dass sich die Schule Unterlunkhofen der digitalen Herausforderung nicht entziehen könne. Denn bereits in ihrem Leitbild von 2013 steht, dass sich die Schule an gesellschaftlichen Entwicklungen orientieren und sich den Herausforderungen stellen will.

Konkret geht es um einen Kreditantrag, über den die Stimmberechtigten von Unterlunkhofen an der Gemeindeversammlung vom 16. November zu befinden haben: 135'000 Franken werden benötigt für den Auf- und Ausbau der ICT (Information and Communication Technology) an der Schule. Dabei handelt es sich um die Vermittlung grundlegender Informatikkenntnisse, die nach Meinung des Unterlunkhofer Gemeinderats und der Projektgruppe heutzutage genauso zu einer zeitgemässen Ausbildung gehören, wie die traditionellen Schulfächer.

Lehrplan 21 als Vorgabe

Den Schritt in die digitale Welt verlangt der neue Lehrplan 21 an den Aargauer Schulen, der den gesellschaftlichen Wandel aufnimmt und das Fach Informatik vorschreibt. Nun muss die Schule Unterlunkhofen nicht völlig unvorbereitet auf den digitalen Zug aufspringen. Eine erste Etappe brachte bereits die Einführung von Präsentationsmedien und einen Klassensatz Laptops. Der Fokus richtete sich dabei auf die Infrastruktur, Netzwerke, Server, und auf die drahtlose Internetverbindung (WLAN) in den meisten Schulzimmern. Wie am Informationsanlass betont wurde, ist eine Anpassung und Erweiterung der Infrastruktur nun erforderlich, wobei die verwendeten Laptops weiterhin genutzt werden.

Ein professionelles Managementsystem soll den Unterhalt der Infrastruktur optimieren, den internen Aufwand minimieren und Zuverlässigkeit und Sicherheit der Anlage gewährleisten. Dafür werden Server und zentrale Infrastruktur wie Firewall (Sicherheit), Backup (Datensicherung), Netzwerkanpassungen und WLAN-Ausbau für rund 14 000 Franken benötigt. Zwei Displays in den Schulzimmern kosten 16 000 Franken, für die Projektumsetzung, die Beschaffung, Schulung und Reserve sind 38 000 Franken einberechnet.

70 Tablet-Computer

Auf der Beschaffungsliste stehen zirka 70 Tablett-PCs, samt Zubehör, Lern- und Standardsoftware, sowie einfache Drucker in den Schulzimmern. Alles zusammen für 54 000 Franken. Für die Weiterbildung der Lehrpersonen während dreier Jahre wird mit weiteren 13 000 Franken gerechnet.