Bremgarten

Krise überwunden: Das Altersheim hat sich weiterentwickelt

Vorstandspräsident Roger Cébe im gut besuchten Festzelt.

Vorstandspräsident Roger Cébe im gut besuchten Festzelt.

Das Alterszentrum Bärenmatt hat am Samstag mit einem vielfältigen Festprogramm sein 30-Jahr-Jubiläum gefeiert. Sogar ein grossrätliches Lob wurde an der Feier ausgesprochen.

In den dreissig Jahren seines Bestehens sei aus dem Alterszentrum für leicht Pflegebedürftige eine Institution geworden, die sämtliche Pflegestufen anbiete – ein eigentliches Pflegeheim also, betonte Geschäftsführer Hans-Peter Eckstein in seiner Begrüssungsrede.

«Heute stehen uns dafür ein kompetentes und komplettes Team sowie die passende Infrastruktur zur Verfügung», führte er weiter aus. Vorstandspräsident Roger Cébe resümierte danach die Meilensteine in der Geschichte des Zentrums von der ersten Idee 1973 und der Gründung eines Zweckverbands 1979 über den Spatenstich im April 1982 bis zur Eröffnung im März 1984. Natürlich, räumte er ein, habe der «Jubilar» hin und wieder unter Husten oder Fieber gelitten. Aber er habe sich immer rasch erholt, und heute erfreue er sich allerbester Gesundheit.

Mehr als ein gemachtes Bett

In ihrer Grussbotschaft lobte Grossrätin Theres Lepori das regionale Zentrum, das es möglich mache, das Alter in der gewohnten Umgebung, nahe bei Bekannten und Verwandten, zu verbringen. Die Ansprüche gingen dabei heute weit über eine betreute Wohngelegenheit und Pflege hinaus: Gefragt sei vielmehr ein richtiges Daheim, ein Ort, wo man verstanden werde, Respekt erfahre und in der Gemeinschaft als Individuum eine Rolle spiele.

Und obwohl das Zauberwort «Selbstbestimmung», heute von allen und jederzeit gefordert, auch vor den Toren des Altersheims nicht Halt mache, sei selbst mithilfe modernster Medizin, Technik und Wissenschaft nicht alles machbar, und Abschied von Mitbewohnern wie auch die Unvermeidbarkeit des eigenen Tods gehörten gerade hier zum täglichen Brot.

Theres Lepori sprach aber auch vergangene Krisen und Turbulenzen im Zentrum an. Solche gebe es immer, meinte sie. Die Frage sei deshalb vielmehr, wie man damit umgehe; ob man Fronten bilde oder an einer erneuten Annäherung arbeite. «Im Alterszentrum Bärenmatten ist der Neustart gelungen», stellte sie fest. Als Geschenk gab sie allen zwei Codewörter mit auf den Weg, erstens Menschlichkeit und zweitens – Menschlichkeit. Das Schöne an dieser sei ja, dass man sie weder rapportieren noch abrechnen müsse, «und sie vermehrt sich erst noch von selber».

Besuch hoch willkommen

Zur Jubiläumsfeier standen ausser musikalischer Umrahmung durch die Musikgesellschaften Hermetschwil-Staffeln und Eggenwil auch ein Basar mit Hand- und Hausgemachtem sowie Spiel und Spass für Gross und Klein mit Ballonwettbewerb, Glücksrad, einer Aufführung des Jugendzirkus Arabas und weiteren Attraktionen auf dem Programm. Bis Ende Jahr wird weiter gefeiert: Angehörige, die zu Besuch kommen, erhalten einmal pro Woche Kaffee und Kuchen umsonst. Ganz im Zeichen der von Theres Lepori propagierten Menschlichkeit.

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