Die bräunlichen Stellen stammen vom Regenwasser, das durchs undichte Schulhausdach eindringt. «Eine Totalsanierung ist bitter nötig», sagt denn auch Walter Koch, der Gesamtschulleiter in Jonen, die Mängelliste müsse man als recht umfangreich bezeichnen.

In zwei Jahrestranchen

Die Schulhaus-Erneuerung soll in zwei Jahresetappen ausgeführt werden. 2013 will man die Aussensanierung vornehmen, 2014 die Sanierung im Innern. Die vorgesehene Aussensanierung umfasst: neues Flachdach samt intensiver Begrünung, neue Fassade mit Wärmedämmung, neue Eingangstüre samt Windfang, neue Fenster, neue Sonnenschutz-Lamellenstoren, Erneuerung der Schliessanlage beim Eingang, Anpassung des Blitzschutzes und die Untersichtdämmung der Pausenhalle.

Im Innern sind nebst anderem folgende Arbeitsgattungen geplant: Umbau von zwei Klassenzimmern in vier Gruppenräume, Erneuerung der Schulküche und der dortigen Lüftungsanlage, neue Bodenbeläge, Wärmedämmung in den Technik-Räumen, diverse Malerarbeiten und Brandschutzmassnahmen wie Ersatz der Holzdecke im Foyer oder Wandaufmauerung anstelle der Faltwand im Theorieraum.

Der Kostenschlüssel

2,1 Millionen Franken kostet die Totalsanierung des regionalen Oberstufenschulhauses. Gemäss Verteilschlüssel werden die Kosten anhand der Schülerzahlen auf die fünf Gemeinden des Kreisschulverbandes Kelleramt aufgeteilt. So muss die Gemeinde Arni, die 38 der total 198 Sek- und Realschüler stellt, rund 363 000 Franken zahlen. Oberlunkhofen hat 334 000 Franken beizusteuern, Unterlunkhofen 344 000 und Rottenschwil 277 000 Franken.

Jonen mit 60 Sek- und Realschülern müsste 573 000 Franken zahlen. Als Kellerämter Schulstandort hat Jonen zudem einen Standortgunst-Betrag von 210 000 Franken zu finanzieren, sodass die Joner Gesamtkosten 783 000 Franken betragen. An den fünf bevorstehenden Gemeindeversammlungen im Kelleramt wird über die «Titlis»-Sanierung abgestimmt.