Mutschellen

Kreisschule Mutschellen: Es gibt bald 120 Schüler weniger

Im August 2014 nimmt nicht nur die Zahl der Schüler an der Kreisschule Mutschellen (KSM) stark ab, auch die Zahl der Klassen verringert sich markant: Sie sinkt von 31 auf 20 Klassen. Archiv/KOB

Im August 2014 nimmt nicht nur die Zahl der Schüler an der Kreisschule Mutschellen (KSM) stark ab, auch die Zahl der Klassen verringert sich markant: Sie sinkt von 31 auf 20 Klassen. Archiv/KOB

Die Schülerzahl an der Kreisschule Mutschellen sinkt wegen der Oberstufen-Umstellung im kommenden Sommer 2014 drastisch. Gleichzeitig nimmt auch die Anzahl Schulklassen von 32 Klassen im vergangenen Schuljahr auf 21 Klassen im Schuljahr 2014/15 ab.

Die Umstellung von vier auf drei Oberstufenjahre schlägt stark auf die Kreisschule Mutschellen (KSM) durch. Im August 2014 sinkt die Zahl der Schüler sehr deutlich. Dann werden nur noch rund 430 Schülerinnen und Schüler im regionalen Oberstufenzentrum unterrichtet. Aktuell besuchen 550 Jugendliche die Bez, Sek oder Real der KSM. Im letzten Schuljahr lag die Zahl der Schülerinnen und Schüler bei 580.

Auch die Zahl der Klassenzüge verringert sich stark. Im letzten Schuljahr waren noch 32 Klassen geführt worden. Aktuell beträgt die Klassenzahl 30, im August 2014 sackt sie auf 21 ab.

«Vier turbulente Jahre»

Am 31. Dezember geht die vierjährige Amtszeit der Kreisschulpflege und der Abgeordneten aus den vier Verbandsgemeinden zu Ende. Schulpflegepräsidentin Astrid Winkler blickte auf «vier turbulente Jahre zurück», die geprägt gewesen seien durch viele Wechsel bei den Lehrkräften und grössere Probleme in der Schulleitung, die Anfang 2011 im Rücktritt des ersten Mutscheller Gesamtschulleiters gipfelten.

Mit der Wahl von Louis Isenmann zum Gesamtschulleiter im Frühling 2011 begannen sich die Wogen an der Kreisschule zu glätten.

Die Umstellung auf drei Oberstufenjahre sowie die jüngsten Sparpläne des Regierungsrats hielten die Kreisschulverantwortlichen laut Astrid Winkler auf Trab. Überschattet worden seien die letzten vier Jahre durch tragische Todesfälle von zwei KSM-Schülern.

«Unser Angebot ist begrenzt»

Gesamtschulleiter Louis Isenmann warb an der Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen um mehr Verständnis für die Lehrkräfte und deren vielfältigen Aufgaben. Die Schule werde von Eltern zunehmend als Dienstelistungsunternehmen à la Coop und Migros betrachtet, sagte Isenmann.

Dabei werde vergessen, dass das schulische Dienstleistungsangebot begrenzt und nicht unerschöpflich sei.

In der umfangreichen fachlichen Überprüfung der Schule (Evaluation) erhielt die KSM laut Isenmann zwar durchs Band grüne Ampeln. Dies zeige aber nur, dass die Schule funktioniere. Zu denken gibt der Schulleitung die bescheidene Note «genügend» bei der Elternzufriedenheit. «Wir sind hier klar unter dem kantonalen Durchschnitt geblieben», merkte Isenmann an, «und wollen bei der Elternzufriedenheit künftig die Note gut erreichen.»

Am kommenden Montag will die Schulleitung, gemeinsam mit Eltern, Ursachenforschung betreiben. Im Weiteren soll das veraltete, 13-jährige Leitbild der Schule überarbeit werden.

Als Anzeichen dafür, dass die Anforderungen an die Lehrkräfte gestiegen sind, führte Isenmann zwei Begebenheiten an: «In den letzten vier Jahren ist an der KSM fünf Lehrkräften gekündigt worden. Im gleichen Zeitraum mussten drei Lehrkräfte mehrmonatige Pausen wegen Burnout-Syndromen einlegen.»

Verabschiedungen

Die Abgeordnetenversammlung, die in der Aula des Schulhauses KSN 2 tagte, genehmigte einhellig das Kreisschulbudget 2014. Vor dem gemeinsamen Nachtessen zum Abschluss der Amtsperiode verabschiedete die Versammlung unter Applaus zwei Personen: den Präsidenten der Abgeordnetenversammlung Manfred Kaufmann (Berikon) sowie Christian Schaub (Rudolfstetten), der lange im Ausschuss der Abgeordneten mitgearbeitet hat.

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