Bremgarten
Kreatives aus Stein, Holz und Stoff an der Kunstausstellung

Am Wochenende gab es an der Kunstausstellung Creativ handgefertigte Werke aus einer Vielzahl Materialien zu bestaunen. Die Veranstaltung der St.-Josef-Stiftung zeigte auch Kunst aus der eigenen Beschäftigungsstätte.

Dominic Kobelt
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Ariane Lindegger zeigt Skulpturen aus Steinen und Eukalyptusholz. Kob

Ariane Lindegger zeigt Skulpturen aus Steinen und Eukalyptusholz. Kob

In der Mehrzweckhalle ist neben den 16 Künstlerinnen und Künstlern auch die St.-Josef-Stiftung vertreten. Wer am Ausstellungsstand auf der Bühne die lustigen und farbenfrohen Figuren und Karten betrachtet, wird durch ein Zitat des rumänischen Philosophen Emil Cioran zum Nachdenken gebracht.

Er wunderte sich darüber, dass ein erwachsener Mensch, der nicht lesen und schreiben kann, als geistig minderbemittelt betrachtet wird, auch wenn er über besondere Begabung im Zeichnen verfüge. Umgekehrt sind jedoch einem Akademiker mit besonderen sprachlichen, aber ohne jede künstlerische Fähigkeit Ehre und Anerkennung sicher, steht da.

Die Ausstellung in der Mehrzweckhalle ist keine gewöhnliche Kunstausstellung. «Wir haben die Ausstellung bewusst klein gehalten», erklärt Organisatorin Carmen Zumbühl.

Es soll genug Platz vorhanden sein, dass man auch mit einem Rollstuhl bequem an alle Stände kommt. In den handgefertigten Kunstwerken sind Holz, Steine, Keramik, handgewebter Stoff und weitere Materialien sorgfältig verarbeitet. Von Grusskarten über Skulpturen bis zum Schmuck sind vielerlei praktische wie auch dekorative Stücke ausgestellt. 

Schwemmholz und Steine

Ariane Lindegger aus Zufikon stellt seit vier Jahren Skulpturen aus Steinen und Eukalyptusholz her. Das meiste Material stammt von einem Strand in Korsika, aber auch einige einheimische Steine wurden in den Kunstwerken verarbeitet.

Auch Priska Frommelt aus Bremgarten will sich nicht genau festlegen, wie viel Zeit sie für ihre Kunst aufwendet. Sie fertigt vor allem kleine Figuren aus Speckstein. «Manchmal dauert es mehrere Tage, bis der Feinschliff fertig ist», sagt sie.

Platz für neue Kunst

Vor 24 Jahren habe die Geschichte dieser Ausstellungen ihren Anfang genommen, berichtet Zumbühl. Künstler, die es noch nicht zu einer gewissen Bekanntheit gebracht haben, haben fast keine Chance, in einer Galerie ausstellen zu dürfen, erklärt die Organisatorin ihre Motivation.

Nach zehn Jahren habe man diese Ausstellungen aber wieder eingestellt, weil sich keine Leute mehr für die unbezahlte Arbeit finden liessen. Nach einer dreijährigen Pause habe man dann die Ausstellungen erneut durchgeführt, zusammen mit der St.-Josef-Stiftung.

Zweimal pro Jahr haben so immer wieder neue Künstler die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren. Die St.-Josef-Stiftung ist natürlich dauerhaft vertreten.

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