«Mausi», «Maus» oder «Mäuserich» – Kosenamen können zünftig auf den Wecker gehen. Für viele Leute sind sie jedoch das Tollste auf der Welt und lösen permanent Entzücken aus. «Müsli», «Herzblatt», «Bussi», «Pupsi» – so und anders rufen sich verliebte Pärchen.

«Baby, kannst du mir schnell dies reichen.» «Tiger, kannst du das schnell für mich erledigen.» Da liegt die Liebe nicht nur in der Luft, sondern auch in der Sprache. Auch heute am Valentinstag, wenn tonnenweise Blumen und Schokolade gekauft wird, um der oder dem Liebsten eine Freude zu machen. Selbstverständlich dürfen dabei auch die niedlichen Bärchen mit Aufschriften wie «Ich liebe dich mein Schatz» oder «Du bist mein Bärchen» nicht fehlen. Die Aargauer Zeitung hat sich umgehört. Was halten die Leute in der Region wirklich von Kosenamen? Das Fazit vorweg: Sie liegen nach wie vor hoch im Kurs.

Fantasie kennt kaum Grenzen

«Schatz» ist mit Abstand der beliebteste Kosename. Genannt wurden aber auch «Schatzimüsli», «Spatz», «Herzblatt», «Müsli», «Bussi», «Bubu», «Tiger», «Bärli» oder das hundskommune «Schätzi». Schon eher exotisch daher kommen Ausdrücke «Schmüsi», «Tussy oder «Blubsibär».

Aber: Nicht alle können sich mit Kosenamen anfreunden. «Ich halte nicht viel davon, meine Frau spreche ich mit dem richtigen Namen an», sagt ein Passant. Eine ältere Dame schliesst sich an: Im Alter braucht man so etwas nicht mehr.» «Ich sage meinem Mann den richtigen Namen. Auch für meinen Sohn habe ich keinen Kosenamen. Nur meine Tochter nenne ich oft ‹Spatz›», erklärt eine Mittvierzigerin.

Kosenamen gehören für viele Leute dazu. Aber sie sind kein Muss: «Ich finde sie schön, aber sie zu nützen ist freiwillig», sagte eine Passantin in Muri.