Auswärtige Städtchenbesucher werden es kaum bemerken, Anwohner dagegen sehr wohl: Die Altstadtgassen sind ein wenig anders und fussgängerfreundlicher geworden. Der Stadtrat liess nämlich ein kleines Verschönerungspaket der Oberflächen ausführen, dies im Zusammenhang mit dem Einbau von Wärmeverbundrohren und Werkleitungen in der Altstadt. Mehrere sanfte bauliche Massnahmen und feine Korrekturen wurden umgesetzt.

Reihen statt Bögen

Ergebnisse dieser Teil-Neugestaltung sind an schnee- und nebelfreien Bremgarter Tagen sichtbar. Ein schöner Teil der Oberstadtgassen ist jetzt nicht mehr mit gespaltenen Gubersteinen belegt, sondern mit flachen Flusswacken. Die Rundbogenpflästerung auf einigen hinteren Gassen wie Schlosser- und Metzgergasse wich einer einheitlichen Reihenpflästerung. Einladender wirkt nun der Rathausplatz, auch wenn eine passende Sitzgelegenheit hier noch fehlt.

Eine deutliche optische Aufwertung erfuhr die Brunnenanlage beim ehemaligen Zeughaus. Wie anno dazumal steht der Brunnen nun auf einem kleinen Podest. Neu befinden sich seitlich des Brunnenbeckens eine Sitzbank aus Stein und ein ebenfalls aus Stein gefertigter Waschtrog. Teil des Verschönerungspakets sind vier ausgehobene Pflanzgruben auf Altstadt-Gassen, wo man Kletterrosen einsetzen wird. An anderen Stellen der Gassen sollen einheitliche Kübelpflanzen platziert werden.

Letzte Etappe angelaufen

Auf der Antonigasse lief soeben die letzte Etappe des Wärmeverbundbaus in der Altstadt an. In drei Abschnitten ziehen hier Bauleute Wärmerohre sowie neue Wasser-, Strom-, Kanalisations- und Meteorleitungen ein. Ebenfalls abschnittsweise erfolgt danach die Neupflästerung der Antonigasse. Laut Simon Buchmann aus Langnau im Emmental, dem mit dem Verschönerungspaket betrauten Strassenraumplaner, bleibt es auf der Antonigasse bei der bisherigen Reihenpflästerung. Sehr viele neue Pflastersteine benötigt die Teil-Neugestaltung nicht. Wie geplant hat man knapp 80 Prozent der alten Steine wieder verwenden können. In rund acht Monaten, im Oktober, sollen die Tiefbauarbeiten und die Pflästerung der Antonigasse beendet sein.

Das gesamte Altstadt-Tiefbauprojekt mit den neuen Rohren und Leitungen kommt auf 3,7 Millionen Franken zu stehen. Neupflästerung und Teilneugestaltung der Gassen und Plätze schlagen vergleichsweise bescheiden zu Buche, mit Mehrkosten von 250000 Franken.