Wohlen

Konfetti, Strau und Schnitzelbänke: Mit dem Strauschnitt ist die Fasnacht 2020 offiziell eröffnet

Im «Grand Casino Wohlen» ist am Freitag das Strau geschnitten und somit die Fasnacht offiziell eröffnet worden.

Es ist Freitagabend, 20 Minuten nach 19 Uhr. Die Wohler Sirenen sind schon hier sowie ein paar edle Damen und Herren in Zunftgewändern. Auch ein paar Clowns sind in der Menge auszumachen. «Das ist Wahnsinn», tönt es aus den Musikboxen. Ein bisschen wahnsinnig sind sie tatsächlich, die Wohler Fasnächtler – wahnsinnig passioniert und mit viel Herzblut darum bemüht, Traditionen wie den Strauschnitt zu erhalten. Das bestätigte auch der Einwohnerratspräsident Meinrad Meyer am Freitag in seiner Eröffnungsrede.

Greta und de Whyhändler sorgten für Lacher

Für die diesjährige Wohler Fasnachtseröffnung wurde der Saal beim Bärenkreisel passend zum Motto «Grand Casino Wohlen» bunt geschmückt und die Organisatoren haben ein volles Programm auf die Beine gestellt: Guggenmusik, das Triangeli und natürlich waren auch die Kammersänger mit von der Partie. In diesem Jahr zwar etwas dezimiert, dafür mit ihrem neuen Mitglied Peter Bachmann an der Ukulele. Vor ihren Witzen war nichts und niemand sicher.

Strauschnitt 2020 im «Grand Casino Wohlen»: Vor den Witzen der Kammersänger war nichts und niemand sicher.

Strauschnitt 2020 im «Grand Casino Wohlen»: Vor den Witzen der Kammersänger war nichts und niemand sicher.

Vor allem die Politiker und der neue Ehrenkammerer, Urs de Whyhändler, mussten in den Schnitzelbänken dranglauben. Für laute Lacher sorgten auch Sprüche über den Klimawandel: «E grüeni Wälle im Bundeshus, uf jedem Tisch e Peterlistruss. Wenn d Greta chunnt, wird de denn gfrässe, de Klimawandel händs vergässe, sie flüged lieber, dasch grandios, as Wirtschaftsforum uf Davos.»

Standing Ovations für Vreni und Roman

Ein bisschen wehmütig wurde die Stimmung im Saal, als Vreni und Roman angekündigt wurden. Das Duo hat am vergangenen Freitag zum 18. und letzten Mal die Bühne am Strauschnitt betreten und ihre Zuschauer noch ein letztes Mal mit ihrem Humor begeistert. Mit ihren Witzen brachten sie das Publikum auf den neusten Stand im Weltgeschehen. Sie gaben Sprüche über den Klimawandel, übers Älterwerden und über die eigene Beerdigung aber auch zur Wohler Dorfpolitik zum Besten: «D Wohler Politik tröpflet vor sech hi, ganz nachem Motto: Nicht das Erreichte zählt – das Erzählte reicht.»

Während des Auftritts hatten sie die Lacher auf ihrer Seite und wurden zum Schluss mit lautem Applaus, Standing Ovations, mit Blumen und Wein gebührend verabschiedet. Bevor sie sich ganz zurückziehen, sind sie am Dienstag, 25. Februar, an der Uslumpete noch ein letztes Mal in den Beizen von Wohlen anzutreffen (AZ berichtete). Ganz zum Schluss des Programms wurde dann die hölzerne Strauschnitt-Maschine in die Mitte der Bühne geschoben.

In diesem Jahr hatten die beiden begeisterten Fasnächtler Chrigi Bächer und Hansi Koch die Ehre, die Tradition des Strauschnitts zu vollziehen. Diese liessen das Publikum jedoch noch etwas zappeln. Zuerst informierten die beiden, gekleidet in leuchtend pinken Anzügen, die Zuschauerinnen und Zuschauer über das GFKKW – das sogenannte Gesetz für den korrekten Konfettiwurf. Nachdem sie die einzelnen Regeln erläutert und gleich demonstriert hatten, machten sie sich ans Werk: Mit drei sauberen Schnitten eröffneten sie die Wohler Fasnacht 2020 und gaben damit den Startschuss für einen fröhlichen Abend mit Musik und Tanz.

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