Muri
Kommt Farbe auf den Skatepark in Muri?

Der Verein Muri Skate Area will wissen, ob ein Sprayer-Projekt des Jugendhauses gutgeheissen wird oder nicht. Die Idee stösst auf Widerstand.

Eddy Schambron
Merken
Drucken
Teilen
Auch mit Microscootern lässt sich auf der Anlage viel Spass haben, wie Steven Lüthi (links) und Roland Hintermann aus Mühlau beweisen.

Auch mit Microscootern lässt sich auf der Anlage viel Spass haben, wie Steven Lüthi (links) und Roland Hintermann aus Mühlau beweisen.

Eddy Schambron

Der Skaterpark in Muri ist ein voller Erfolg. Jetzt fragt der Präsident des Vereins Muska (Muri Skate Area) auf der Facebook-Seite seines Vereins die Mitglieder, was sie zur Idee des Jugendhauses Muri meinen, ein Sprayprojekt mit einem der besten Sprayer im Skatepark Muri umzusetzen. Das Echo ist bisher verhalten. Aber Kilian Stutz hat eine klare Meinung: «Nein well wenns nass isch rutscht d farb mega und den keit mer uft fressi und wells au besser usgseht wens so isch wies isch.» Kurz, da ist einer zufrieden mit der Anlage. Und er ist nicht allein damit.

«Die Anlage wird regelmässig und zum Teil intensiv genutzt», freut sich der Murianer Gemeindepräsident Hampi Budmiger nach einem guten Jahr Betrieb. Er war, noch als Gemeinderat, einer der treibenden Kräfte hinter dem Skaterpark bei den Sportanlagen Bachmatten. Besondere Probleme gibt es mit der Anlage bislang keine: «Hier wird Sport betrieben, wenn auch nicht von allen in der gleichen Intensität», weiss Budmiger.

Auch mit Microscootern lässt sich auf der Anlage viel Spass haben, wie Steven Lüthi (links) und Roland Hintermann aus Mühlau beweisen.

Auch mit Microscootern lässt sich auf der Anlage viel Spass haben, wie Steven Lüthi (links) und Roland Hintermann aus Mühlau beweisen.

Eddy Schambron

Und auch, dass es schon Diskussionen gab, wenn zum Sport laute Musik gehört wurde. Aber aus dem Skatepark wurde kein Treffpunkt zum Herumhängen, wie manche befürchteten, es wird bei der Benützung Disziplin an den Tag gelegt und die verschiedenen Nutzer kommen gut aneinander vorbei. Nicht erwartet hat der Gemeindepräsident, dass die Anlage nachmittags manchmal von ganzen Familien besucht wird, damit die Kleinen unter Aufsicht die ersten Runden drehen können.

Auch aus der Region

Die letzte Einwohnergemeindeversammlung hat die Kreditabrechnung für den Skaterpark mit Mehrkosten von fast neun Prozent genehmigt. Bei einem Kredit von 140 000 Franken sind Bruttoanlagekosten von 152 480 Franken entstanden. Diese ergaben sich hauptsächlich aus Regiearbeiten des Baumeisters, wie der Gemeinderat festhält. Aufgrund des hoch liegenden Wurzelwerks musste ein zusätzlicher Baum gefällt werden.

An den Bau der Skateboardanlage hat die Josef-Müller-Stiftung einen Beitrag von 20 000 Franken geleistet. Der zugesicherte Sportfonds-Beitrag von 25 Prozent steht noch aus. Der Anlage wurde mit der gewählten Grösse bewusst keinen überregionalen Charakter gegeben. Trotzdem wird sie auch von Jugendlichen aus der näheren Region gerne genutzt.