Wohlen

Kommission empfiehlt Steuerfuss von 113 Prozent

Das Wohler Gemeindehaus. (Archiv)

Das Wohler Gemeindehaus. (Archiv)

Die Wohler Finanz- und Geschäftsprüfungskommission kommt auf einen anderen Schluss als der Gemeinderat.

In Wohlen wird derzeit Budget-Pingpong gespielt. Der erste Entwurf des Gemeinderats ­wurde vom Einwohnerrat auf Empfehlung der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) zurückgewiesen, womit jetzt der Gemeinderat dem Einwohnerrat an der kommenden Sitzung einen neuen Entwurf unterbreiten wird.

Wobei: So anders ist dieser nicht. Zwar wurden im Vergleich zum ersten Entwurf Einsparungen von 395000 Franken vorgenommen, jedoch hält der Wohler Gemeinderat an einem Steuerfuss von 115 Prozent für das kommende Jahr fest. Eine Ansicht, welche die vorberatende Finanz- und Geschäftsprüfungskommission nicht teilt, wie sie in ihrem Bericht zur 2. Vorlage des Budgets 2020 zum Ausdruck bringt.

«Nach wie vor erachtet die FGPK aufgrund der Erfahrungen der letzten Budgetabstimmungen den vom Gemeinderat beantragten Steuerfuss von 115 Prozent für das Budget 2020 als nicht mehrheitsfähig», schreibt die Kommission im Bericht. Und ein wesentlicher Teil der vorgenommenen Einsparungen beurteile die FGPK wie der Gemeinderat bloss als eine zeitliche Verschiebung des Aufwandes.

Diese Erkenntnisse bringen die Kommission zu folgenden Antrag. «Die FGPK beantragt dem Einwohnerrat die Annahme des vorliegenden Budgets 2020 mit einem Steuerfuss von 113 Prozent mit 6 Ja-Stimmen zu 1 Nein-Stimme bei zwei Abwesenden.» Die Budget-Debatte im Wohler Einwohnerrat ist auf Montag, 9. Dezember, angesetzt. (fvo)

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