Kommentar
Die Vorurteile haben verloren – die Asylunterkunft darf gebaut werden

Die Asylunterkunft in Niederwil darf gebaut werden, das haben 63,3 Prozent der Urnengänger am Sonntag bestätigt. Dass überhaupt ein Referendum zu Stande gekommen ist, hat mit den Ängsten zu tun, die beim Thema Asylsuchende in vielen Leuten aufkommen. Doch die können abgebaut werden.

Andrea Weibel
Andrea Weibel
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Die Asylunterkunft im Hubelquartier darf gebaut werden. Die Vorurteile haben verloren.

Die Asylunterkunft im Hubelquartier darf gebaut werden. Die Vorurteile haben verloren.

Andrea Weibel (20. Mai 2021)

Egal in welcher Gemeinde: Sobald es um Asylunterkünfte geht, kommen in einigen Leuten Ängste hervor. Sie sind keine Rassisten, aber Asylsuchende in der direkten Nachbarschaft, das möchten sie dann doch lieber nicht. Lernen sie diese Asylsuchenden einmal persönlich kennen, wird meist schnell klar, dass auch sie ganz einfach Menschen sind. Aber vorher... Ein schwieriges Thema.

Genau so war es auch in Niederwil. Es war eigentlich egal, in welchem Quartier der Gemeinderat die Unterkunft bauen wollte, es hätte immer Nachbarn gegeben, die sich um ihre Kinder, ihre Autos, ihre Besitztümer Sorgen machen.

Doch die Mehrheit in Niederwil hat entschieden, dass die neue Asylunterkunft im Hubelquartier die beste Lösung ist. Das ist gut so.

Jenen, die immer noch Angst haben, könnte es helfen, die Asylsuchenden dann einmal in dieser neuen Unterkunft zu besuchen. Das täte sicherlich beiden Seiten gut. Die einen müssten keine Angst mehr haben und die anderen fühlten sich ein bisschen mehr willkommen. Win-win.

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