Muri

Kommandowechsel – garniert mit einer Helikopter-Rettung

Feuerwehrübung mit allem Drum und Dran: Kleinflugzeug kracht in Gewerbe- und Wohnhaus – Bergung mit Kran und Helikopter.

Feuerwehrübung mit allem Drum und Dran: Kleinflugzeug kracht in Gewerbe- und Wohnhaus – Bergung mit Kran und Helikopter.

Von Strebel zu Strebel: Kommandant Felix Strebel gibt Chefposten an Bruder Thomas weiter. Zum Abschluss leitete Felix Strebel eine Hauptübung mit einem Flugzeugabsturz.

Ein Schreckensszenario ereignete sich am Samstagnachmittag an der Krebsgasse in Muri. Ein Kleinflugzeug stürzte in den Giebel eines Gewerbe- und Wohnhauses. Die Besatzung wurde aus dem Flieger geschleudert und blieb schwer verletzt neben den Wrackteilen auf dem Dach liegen.

Der Flugzeugunfall forderte weitere Opfer: der Propeller schlug in die Frontscheibe eines vorbeifahrenden Personenwagens ein. Der Lenker verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und raste in eine Gartenmauer. Das Auto überschlug sich und kam seitwärts liegend zum Stillstand.

Rettung mit TCS-Helikopter

Die filmreife Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Muri+ veranschaulichte, dass der unweit gelegene Flugplatz Buttwil Gefahrenpotenzial birgt. Das nicht alltägliche Szenario war auch für die routinierten Feuerwehrangehörigen eine knifflige Angelegenheit. Das Grossereignis forderte den Einsatz des kompletten Fahrzeugparks, ebenso die Alarmierung des Rettungsdienstes des Kreisspitals Muri und der Regionalpolizei. Spektakulär und ein besonderer Höhepunkt war die Landung des TCS-Helikopters.

Die Einsatzleiter Tobias Jäger und Marcel Schaffhauser waren mit der Leistung ihrer Mannschaften zufrieden. Manöverkritik gab es lediglich für die Bergung der Absturzopfer. Hier hätte sich Jäger anstatt zwei Mann gleich mehrere Rettungskräfte auf dem Dach gewünscht. In der Folge hätten die Verletzten gleichzeitig betreut werden können. Die Bergung des Flugzeugwracks war indes nicht Bestandteil der diesjährigen Hauptübung.

Strebels letzte Übung

Die Hauptübung fand zum letzten Mal unter dem Kommando von Felix Strebel statt. Nach 28 Dienstjahren, 760 Übungen und 600 Einsätzen, tritt er vom Feuerwehrdienst zurück. Das aufwendig organisierte Schlussbouquet hatte ihn darum besonders gefreut: «Ihr hattet den Mut, bei engen Platzverhältnissen eine umfangreiche Übung auf die Beine zu stellen.»

Zum Abschied erntete Felix Strebel lobende Worte: «Du warst ein guter Chef», sagte Gemeinderat Heinz Nater. Strebels Leitmotiv «geht nicht, gibt es nicht», habe ihm besonders gut gefallen. Der abtretende Kommandant habe immer nach Lösungen gesucht und sie auch gefunden, so Nater. Mit der Beförderung von Thomas Strebel zum Major, bleibt der Chefposten von Muri+ in der Familie.

Der Neue will Neue

«Egal, ob man nun der Bruder ist oder nicht; man wird immer an seinem Vorgänger gemessen», meinte Nater und fügte hinzu: «Ich bin überzeugt, dass du deinen eigenen Weg machen wirst.» Thomas Strebel steht seit 19 Jahren im Dienst der Feuerwehr. Er hat sich zum Ziel gemacht, neue Feuerwehrangehörige zu rekrutieren. Das Amt des Vizekommandanten übernimmt Felix Wyss.

Derzeit zählt Muri+ 103 Feuerwehrmänner und -frauen. Im vergangenen Vereinsjahr rückte die Mannschaft zu 68 Ereignissen aus.

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